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Schwedisches Möbelhaus: Ikea streicht Lesben-Geschichte aus russischem Kundenmagazin

Überall, wo es Ikea gibt, erschien im Family-Magazin die Story über zwei lesbische Frauen mit Kind, außer in Russland. Dort kuscht die Firma nicht zum ersten Mal. Und in Saudi-Arabien wurden vergangenes Jahr alle Frauen aus dem Katalog retuschiert.

Ein Ikea-Möbelhaus in Moskau, 2009: Jetzt gibt es Ärger um die Schweden Zur Großansicht
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Ein Ikea-Möbelhaus in Moskau, 2009: Jetzt gibt es Ärger um die Schweden

Moskau - Nach dem Katalog geht die Selbstzensur jetzt beim Kundenmagazin weiter: Der schwedische Möbelkonzern verzichtet in Russland auf eine Reportage über zwei lesbische Frauen, die mit ihrem Kind in London leben. Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson erklärte, die Geschichte erschien in der Dezember-Ausgabe des Magazins, die in 25 Ländern weltweit erhältlich war - aber nicht in Russland.

Die Entscheidung sei getroffen worden, weil der Artikel im Widerspruch zu den Gesetzen des Landes zur Schwulen- und Lesbenpropaganda stünde.

Magnusson sagte am Mittwoch, dass man nach der Beratung von Rechtsexperten nicht in der Lage war, den Artikel zu publizieren, weil die russische Gesetzgebung "Einschränkungen vorsieht, was die Förderung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften betrifft".

Erst im vergangenen Jahr sah sich Ikea mit internationaler Kritik konfrontiert: Ebenfalls in vorauseilendem Gehorsam hatte der Möbelkonzern in der saudi-arabischen Ausgabe seines Katalogs alle Bilder von Frauen wegretuschiert.

Und auch in Russland löschte Ikea schon einmal: Ein Foto auf der russischen Webseite zeigte vier Jugendliche, die sich bei einer Ikea-Werbeaktion bunte Sturmmasken im Stil der russischen Polit-Punkband Pussy Riot aufgezogen hatten. Es wurde gelöscht. Ikea begründete den Schritt damals damit, das Unternehmen wolle nicht "als Ort der Agitation jeder Art" ausgenutzt werden.

mia/AP

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insgesamt 97 Beiträge
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1. Das ist ein Möbelhaus
panameño 20.11.2013
Das ist ein Möbelhaus und keine politische Partei - und auch kein Unternehmen, dessen Grad des Kuschens nennenswerte Auswirkungen auf Freiheitsrechte hätte, wie bei Internetdiensten z.B. Ich erwarte von denen keine Freiheitskämpfe.
2. konsequent:
rhf56 20.11.2013
IKEA aus der persönlichen Lieferantenliste streichen!
3. Richtig so!
kayhawai 20.11.2013
Immer schön kuschen, das ist nicht nur bei IKEA die Devise. Wir verraten nach Belieben unsere Werte und tarnen unsere Feigheit noch mit dem Deckmäntelchen der "Toleranz".
4. Warum sollten sie sich nicht an Gesetze halten?
ditor 20.11.2013
Warum sollte ein internationaler Konzern sich nicht regional an geltende Gesetze halten? Man muss nicht immer die Welt retten.
5. Wo..
scalawag 20.11.2013
Wo ist jetzt der Aufreger? Jede Firma passt sein Produkt bzw. die Werbung an das jeweilige Land an -der Eine bei Fichtenholzbrettern, der Andere bei Kampfpanzern. ;)
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