Öko-Strategie 2030 Ikea will CO2-Ausstoß um 80 Prozent senken

Der weltweit größte Möbelkonzern will grüner werden: Bis 2030 sollen die Produkte von Ikea nur noch aus nachwachsenden und recycelten Rohstoffen bestehen.

IKEA-Geschäft
AFP

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Der CO2-Fußabdruck soll um 80 Prozent gegenüber 2016 reduziert werden, in einem ersten Schritt sollen bis 2020 alle Produkte aus Einwegkunststoff aus dem Sortiment und den Ladenrestaurants entfernt werden: Ikea will umweltfreundlicher werden und sein Sortiment bis 2030 komplett auf nachwachsende und recycelte Rohstoffe umstellen. Das teilte das schwedische Möbelhaus am Donnerstag mit.

"Wir setzen uns dafür ein, mit allen zusammenzuarbeiten - von den Rohstofflieferanten bis hin zu unseren Kunden und Partnern", sagte der internationale Ikea-Chef Torbjorn Loof. Die Nachhaltigkeitsstrategie 2030 ist die erste, die auf das gesamte Ikea-Franchisesystem und die gesamte Wertschöpfungskette abzielt.

Es seien die Rohstoffe, die den größten Anteil der Klimawirkung von Ikea ausmachten, teilte das Unternehmen mit. 2016 seien sie für 38 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich gewesen, die Produktnutzung der Kunden habe an zweiter Stelle mit 23 Prozent gelegen.

Nach Aussage einer Sprecherin werden derzeit 60 Prozent des Sortiments aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und fast zehn Prozent aus recycelten Materialien.

Der Möbelkonzern gehört zu einer Gruppe von Unternehmen wie H&M, Coca-Cola und Sony, die sich zu sogenannten wissenschaftsbasierten Zielen verpflichtet haben. Damit soll die globale Klimaerwärmung auf das im Pariser Übereinkommen von 2015 festgelegte Ziel von deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzt werden.

ssu/Reuters



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derleibhaftige 07.06.2018
1. Für die Studenten-WG passend
Die verkaufen doch ohnehin nur verschnippselte Pappe, Papier und Holzflocken. Wenn sich jetzt noch der Leim nach drei Jahren von alleine zersetzt, dann kann man alle drei Jahre eine neue Bude kaufen. Oder man muss sein Studium dann halt in der Regelstudienzeit durchziehen, was beim Bachelor ja sowieso ratsam ist. Vollholz, welches vielleicht auch mal 10 Jahre oder länger da steht, das gibts es dann dort gar nicht mehr, schade !
victoria101 07.06.2018
2. Ikea...
... ist geradezu prädestiniert für cradle to cradle... Einwegmöbel... nicht umziehen, gleich wegschmeißen. Wenigstens konsequent weitergedacht.
blabla55 07.06.2018
3.
Unsere Billy-Regale aus edelnen Buche Furnier aus den Jahr 2002 sehen fast noch immer wie neu aus,naja fast neu.
Aberlour A ' Bunadh 07.06.2018
4. Umwelt- und Ressorcenschonung
Mein IVAR-Regalsystem ist nach 25 Jahren immer noch top. Man muss eben unbehandeltes Massivholz von Zeit zu Zeit Wachsen. Das gilt insbesondere für Arbeitsplatten, was manche aber nicht zu kapieren scheinen. Ansonsten finde ich die Idee des Ressourcensparens z.B. durch die "Board on frame"-Technik lobenswert. Wenn man weiß, dass Birke eine sehr langsam wachsende Holzart ist, dann ist Birkennachbildung auf jeden Fall die nachhaltigere Strategie. Und mein Expedit.Regal sieht immer noch aus wie neu.
andreaswillnow 08.06.2018
5. Umweltschutz und Arbeitsplätze
Hat jemand von Euch Informationen dazu, in welchem Umfang sich Umweltschutz auf die Beschäftigungssituation ausgewirkt hat? Umweltschutz sollte doch mal viele Arbeitsplätze schaffen. Andreas Willnow http://www.sachsen.rosalux.de/fileadmin/ls_sachsen/dokumente/Willnow.pdf http://www.qucosa.de/recherche/frontdoor/?tx_slubopus4frontend[id]=urn:nbn:de:swb:ch1-200400178
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