Santa Clara/New York - Nach mehr als zwei Jahren ist der Gerichtsstreit für Intel vorbei: Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft stellte ein Kartellrechtsverfahren gegen den weltgrößten Chiphersteller nun endgültig ein, teilte der Konzern am Donnerstag in einer Börsennotiz mit.
Die Staatsanwaltschaft hatte Intel
im November 2009 verklagt und dem Unternehmen vorgeworfen, sich durch illegale Rabatte und Bestechungszahlungen einen Vorteil in der Computerbranche verschafft zu haben - zum Nachteil kleinerer Rivalen wie Advanced Micro Devices (AMD). Intels Prozessoren stecken in vier von fünf PC.
Intel habe mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, dass die Klage fallen gelassen werde, hieß es. Intel räume in dem Vergleich keinerlei Schuld ein und müsse sein Geschäft auch nicht einschränken, betonte das Unternehmen. Als einziges Zugeständnis nannte Intel eine Zahlung von 6,5 Millionen Dollar (4,9 Millionen Euro), mit der die Kosten der Staatsanwaltschaft in dem Gerichtsverfahren zum Teil abgedeckt werden sollen.
"Wir haben immer gesagt, dass Intels Geschäftspraktiken mit dem Gesetz in Einklang stehen", sagte Chefjustiziar Doug Melamed. Allerdings hatte die EU-Kommission Intel wegen ähnlicher Vorwürfe Ende 2009 eine Geldbuße von 1,06 Milliarden Euro aufgedrückt. Überdies erklärte sich Intel in einem Vergleich mit der US-Handelskommission FTC im August 2010 zu Zugeständnissen gegenüber seinen kleineren Rivalen bereit. Auch hier lautete der Vorwurf, Intel habe den Wettbewerb behindert.
yes/dpa
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