Illegale Werbung Google muss 500 Millionen Dollar zahlen

Google hat mit Werbung für illegalen Medikamentenhandel gegen US-Bundesgesetze verstoßen: Der Konzern muss nun 500 Millionen Dollar zahlen. Damit entgeht das Unternehmen einem langwierigen Strafprozess.

Google-Suche: Geldstrafe wegen illegaler Medikamentenwerbung
AFP

Google-Suche: Geldstrafe wegen illegaler Medikamentenwerbung


Providence - Eine halbe Milliarde Dollar hatte Google Chart zeigen im ersten Quartal zurückgelegt, jetzt ist klar warum: Das Internetunternehmen hat sich bereit erklärt, im Rahmen eines Vergleichs 500 Millionen Dollar (rund 350 Millionen Euro) wegen Werbung für illegal in die USA eingeführte Medikamente zu zahlen. Staatsanwalt Peter Neronha erklärte, dass der Konzern damit einen Strafprozess abgewendet habe.

"Wir haben die Bewerbung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in den USA durch kanadische Online-Apotheken schon vor einiger Zeit unterbunden", erklärte Google-Sprecher Kay Oberbeck gegenüber SPIEGEL ONLINE. "Im Nachhinein betrachtet hätten wir diese Anzeigen auf Google niemals zulassen sollen. Da bereits ausführlich über unser Settlement berichtet wird, werden wir dies nicht weiter kommentieren."

Regulierungs- und Kontrollbehörden hätten Google laut einem Bericht des "Wall Street Journal" schon 2003 vorgeworfen, in seinen Adwords Werbung kanadischer Online-Apotheken zuzulassen, die illegal Medikamente in die USA lieferten. Damit verstieß der Konzern gegen US-Bundesgesetze. Das Unternehmen hatte daraufhin seine Werbe-Richtlinien geändert.

Die Zahlung trifft Google aber nicht überraschend: Der Konzern hatte in der ersten Quartalsbilanz überraschend 500 Millionen Dollar beseite gelegt. Auf Nachfrage hatte der Konzern erklärt, damit eventuelle Forderungen seitens des US-Justizministeriums abdecken zu können.

dis/dapd



insgesamt 4 Beiträge
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lauterbachheiner 24.08.2011
1. Wer hat, der kann!
Man legt mal eben 500 Millionen zurück und hat immer noch einen dicken Gewinn... Und das alles mit Werbung. Mit Arbeit die Werte schafft ist das nicht zu erreichen. Eine Ohrfeige für alle die etwas schaffen... außer Einsen und Nullen.
Olli911 24.08.2011
2. @lauterbachheiner
Zitat von lauterbachheinerMan legt mal eben 500 Millionen zurück und hat immer noch einen dicken Gewinn... Und das alles mit Werbung. Mit Arbeit die Werte schafft ist das nicht zu erreichen. Eine Ohrfeige für alle die etwas schaffen... außer Einsen und Nullen.
@lauterbachheiner Und Sie nutzen nicht Google als Suchmaschine? Haben Sie kein Windows oder Linux auf Ihrem Rechner/Notebook/Tablet? Und Ihr Handy funktioniert ohne Software? Haben Sie noch ein Wähl-Telefon? ok! Und Ihr Auto, DVD-Player, Heizungssteuerung......... Etwas mehr respekt!! Nur weil man Software nicht anfassen kann ist es nicht minderwertiger!
geotie 24.08.2011
3. yohh
Zitat von Olli911@lauterbachheiner Und Sie nutzen nicht Google als Suchmaschine? Haben Sie kein Windows oder Linux auf Ihrem Rechner/Notebook/Tablet? Und Ihr Handy funktioniert ohne Software? Haben Sie noch ein Wähl-Telefon? ok! Und Ihr Auto, DVD-Player, Heizungssteuerung......... Etwas mehr respekt!! Nur weil man Software nicht anfassen kann ist es nicht minderwertiger!
Als Suchmaschine ist Google gut, meinetwegen auch als GoogleEarth, aber das die Werbemaschinerie auf einige Wenige konzentriert und dabei sehr viel Geld gemacht wird geht auch mir gegen die Hutschnur. Für mich hat Google am meisten Erfolg mit Konkurrenzverdrängung und ausspionieren unserer Daten bewiesen. Ich werde mir lieber auf die Zunge beißen nur um das Wort *Respekt *nicht sagen zu müssen.
Harald Lennartson 25.08.2011
4. Mag sein, dass ...
Zitat von lauterbachheinerMan legt mal eben 500 Millionen zurück und hat immer noch einen dicken Gewinn... Und das alles mit Werbung. Mit Arbeit die Werte schafft ist das nicht zu erreichen. Eine Ohrfeige für alle die etwas schaffen... außer Einsen und Nullen.
... dass Sie sich etwas unglücklich ausgedrückt haben, aber auch ich verstehe es eigentlich so, dass Sie Software und Dienstleistungen (Werbung) als minderwertiges, quasi ohne menschliches Zutun entstehendes Gut halten. Darüber sollten Sie bitte noch einmal nachdenken - vielleicht versuchen Sie einmal, ein Programm zu schreiben, welches eine Schraubenverbindung berechnet. Nach Niemann/Winter. Und dann erstellen Sie doch bitte auch gleich mal den entsprechenden Werbespot dafür. Auf das Ergebnis bin ich einigermaßen gespannt ...
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