Immobilien Ende des Baubooms erwartet

Die Zahl der Neubauten wird laut einer Studie bald stagnieren. Hauptgründe sind knappes Land, fehlende Handwerker und steigende Baupreise.

Baustelle eines Wohnhauses in Hamburg
DPA

Baustelle eines Wohnhauses in Hamburg


Der Boom beim Wohnungsneubau in Deutschland geht offenbar bald zu Ende. Nach Wachstumsraten von jährlich teilweise mehr als zehn Prozent dürfte der Zuwachs bei den Neubauten von Wohnungen "stark an Dynamik verlieren", heißt es in einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), aus der die "Süddeutsche Zeitung" zitiert.

Die Bauwirtschaft ist eine maßgebliche Triebfeder der deutschen Konjunktur. Im Jahr 2016 waren 278.000 neue Wohnungen errichtet worden, 2017 schätzungsweise 300.000. Im laufenden Jahr könnte die Zahl noch einmal steigen - auf bis zu 320.000 Wohnungen.

Die inflationsbereinigten Investitionen für den Wohnungsneubau aber dürften im laufenden Jahr nur noch um knapp fünf Prozent zulegen, heißt es in der Studie, die das DIW jedes Jahr im Auftrag des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung erstellt. Im kommenden Jahr sei sogar nur noch eine Steigerung um knapp ein Prozent zu erwarten.

Die Zahl der genehmigten Wohnungsneubauten dürfte ebenfalls bald stagnieren, schreibt das DIW. "Der Eigenheimbau dürfte unter den perspektivisch steigenden Zinsen und den erheblich gestiegenen Bodenpreisen leiden."

Als mögliche Gründe für das Ende des Booms nennen die Forscher unter anderem das knappe Bauland in gefragten Lagen. Zudem arbeite die Bauwirtschaft bereits an der Grenze ihrer Kapazitäten. Obendrein werde es zunehmend schwerer, Fachleute fürs Bauen zu rekrutieren.

Auch dürften die Baupreise wegen der starken Nachfrage weiter zulegen. 2018 und 2019 sei erneut mit Steigerungsraten von mehr als drei Prozent zu rechnen, heißt es.

ssu/dpa-AFX

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insgesamt 39 Beiträge
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Blendy 10.01.2018
1. So viele Wohnungen...
Kann man sich bitte mal fragen woher all der Wohnungsbedarf kommt? Die Bevölkerung sinkt (nein, an den Flüchtlingen kann es nicht liegen - die leben mehrheitlich mit x Leuten in wenigen Zimmern in meist vorher brach gelegenen Gebäuden!) und trotzdem ist der Wohnraum derart knapp?! Überalle sieht man nur noch Ein-Personen-Haushalte: Singles, Studenten haben heute teilweise opulente Einzelwohnungen, Geschiedene, Alleinerziehende, Paare, die trotzdem getrennt wohnen. Sorry, dann sollen diese auch horrende Preise für ihre Wohnungen zahlen bitteschön! Bei jeder Lapalie zerbrechen heute Familien, anstatt sich mal zusammen zu raufen; junge Menschen nehmen sich ewig Zeit eine Familie zu gründen oder sich wenigstens auf einen Partner festzulegen (es könnte ja noch..ach ich will noch meine Freiheit und acht Weltreisen machen bevor ich mich binde und ein lebenszerstörendes Kind anschaffe). In unserem Dorf lebt jetzt u.a. eine syrische Familie mit vier Kids; die sind richtig cool! Leben in einem alten Haus (was keiner mehr gekauft hätte) ohne viel Garten - freuen sich des Lebens! Wir und die Kinder verstehen uns super :) Das ist unsere Zukunft bzw. zumindest die Gegenwart!
katjastorten 10.01.2018
2. Hauptgrund
sind die wahnwitzigen kleinstteiligen Vorschriften und das Verhalten der unzählig beteiligten Behörden. Welche EigentümerIn / ArchitektIn hat heute schon wirklich Freude an der Planung eines Grossbauvorhabens. Es sitzen in den Ämtern überarbeitete MitarbeiterInnen, frustrierte und natürlich diejenigen , die ihre eigenen Vorstellungen gebaut sehen wollen. Da hat keiner Spaß und unterstützt werden die EigentümerInnen von keiner Behörde.
chiemseecorsar 10.01.2018
3. Es kommt ...
... wie es kommen muß: Die selfie-geile "facebook" - Gesellschaft hat vor lauter pseudo-intellektueller Selbstverliebtheit und wertschöpfungsfreiem Gier-Geld - Bitcoins und Co. - völlig vergessen daß es so elementare Dinge, die Handarbeit brauchen - wie Essen und Wohnen - gibt. Aber Brot kommt ja aus dem Backautomaten und Bäcker sind demnach"obsolet" und dank Hornbachs Do-It-Yourself-Filmchen auf youtube brauchts keinen Fliesenleger mehr. Und in unserer Branche verkommt der Automechaniker erst zum "Mechatroniker" (welch schwachsinnige Bezeichnung, als ob man zum IT-ler ausgebildet würde - Fehlerspeicher auslesen kann ein 6-jähriger) und dann zum Teiletauscher - die Hersteller wollens ja so.. Ende. Der Begriff "Dienstleistungswüste" wird noch völlig neue Dimensionen annehmen. Und die verbleibenden "Craftsmen" made in Germany werden sich -völlig zu Recht - dumm und dämlich verdienen! Der Rückgang des Baubooms ist ein Zwangslauf und kommt natürlich rechtzeitig zum Fachkräfte-Einwanderungs-Gesetz, lauter High-Salaries die Städte wie Hamburg, Berlin, München gänzlich zur No-Go-Area für Normalverdiener machen. Aber nun - wird sich ja alles von alleine regeln, die Weissagung der Cree wird immer aktueller. Und wie BER trotz noch 1Mrd. mehr ohne qualifizierte Handwerker - die Hiwis haben den Abbruch ja schon eingebaut - fertig werden soll - ein Rätsel. Aber Gut Ding will Weile haben und so gesehen Zum Thema: In München gibts einen Laden, der verkauft alte instandgesetzte Waschmaschinen, eine 30Jahre alte MIELE für €500,-- - reißender Absatz. Hält halt nochmal 30 Jahre. Ein Problem für unsere Wegwerfgesellschaft. Aber Nachhaltigkeit generiert kein Wachstum. Und Wohnungsbau generiert keine Rendite wenn die Instandhaltung weder finanziell noch organisatorisch nicht mehr gewährleistet werden kann. OneWorld.NoBorder.
unzensierbar 10.01.2018
4. Boom?
Wie kann hier die Rede von Wohnungsboom sein, wenn eine Not besteht und es noch immer nicht genug Wohnungen gibt?
chiemseecorsar 10.01.2018
5. Hilfe ...
Zitat von BlendyKann man sich bitte mal fragen woher all der Wohnungsbedarf kommt? Die Bevölkerung sinkt (nein, an den Flüchtlingen kann es nicht liegen - die leben mehrheitlich mit x Leuten in wenigen Zimmern in meist vorher brach gelegenen Gebäuden!) und trotzdem ist der Wohnraum derart knapp?! Überalle sieht man nur noch Ein-Personen-Haushalte: Singles, Studenten haben heute teilweise opulente Einzelwohnungen, Geschiedene, Alleinerziehende, Paare, die trotzdem getrennt wohnen. Sorry, dann sollen diese auch horrende Preise für ihre Wohnungen zahlen bitteschön! Bei jeder Lapalie zerbrechen heute Familien, anstatt sich mal zusammen zu raufen; junge Menschen nehmen sich ewig Zeit eine Familie zu gründen oder sich wenigstens auf einen Partner festzulegen (es könnte ja noch..ach ich will noch meine Freiheit und acht Weltreisen machen bevor ich mich binde und ein lebenszerstörendes Kind anschaffe). In unserem Dorf lebt jetzt u.a. eine syrische Familie mit vier Kids; die sind richtig cool! Leben in einem alten Haus (was keiner mehr gekauft hätte) ohne viel Garten - freuen sich des Lebens! Wir und die Kinder verstehen uns super :) Das ist unsere Zukunft bzw. zumindest die Gegenwart!
... so ein Beitrag ohne vorgehaltene Hand? Sind Sie bei Sinnen? Was bitteschön sollen die armen hippen Bartträger-StartUp-Kasper denken? Die uns allen so schön über facebook und Co ihr asoziales Verhalten als Supercool verkauft haben? Familie gründen? Wozu? um die Kita-Plätze voll zu bekommen? Zusammenraufen? Wo bleibt denn da die Individualität? Also bitte! Wir haben doch andere Sorgen! Und ihr Integrationsbeispiel - auch wenn ich es bei uns im Chiemgau an zig Ecken genauso erlebe - geht garnicht! Stellen Sie sich vor frau v.Storch liest das! Also in Zukunft bitte erst nachdenken und dann schreiben - Sie zerstören verblendete Weltbilder! Als Vater von vier Kindern und Herdprämienfan - meine Frau übrigens auch - kann ich nur dringend abraten! OneWorld.NoBorder. P.S.: Knapper Wohnraum? In meinem Haus, Bj.1930, 180qm, waren von 1944 bis 1952 insgesamt 5(fünf) Familien mit 28(achtundzwanzig) Personen einquartiert. 1 Bad.1 Klo.1 Küche. Knapper Wohnraum?
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