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Immobilienkrise: Deutsche Bank verwaltet eine Million US-Häuser

Die Deutsche Bank ist tiefer in die Immobilienkrise verstrickt als bisher bekannt. Wie das Institut dem SPIEGEL bestätigte, verwaltet sie als Treuhänder knapp eine Million Objekte in den USA. Tausende davon wurden zwangsversteigert - jetzt droht dem Geldhaus eine Klagewelle.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt: Ärger mit US-Immobilien Zur Großansicht
AFP

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt: Ärger mit US-Immobilien

Hamburg - Neuer Ärger für die Deutsche Bank Chart zeigen: Das Geldhaus verwaltet als Treuhänder für Investoren aktuell in den USA knapp eine Million Immobilien, bestätigte das Institut dem SPIEGEL.

Weil viele Hausbesitzer ihre Zinsen nicht mehr zahlen können, sorgte das Kreditinstitut dafür, dass Tausende von Immobilien zwangsversteigert wurden. Zudem konstruierte die Bank mehr als 25 hochkomplexe Immobilienwertpapiere, sogenannte CDOs, mit einem Wert von rund 20 Milliarden Dollar, die in der Finanzkrise größtenteils zusammenbrachen.

Institutschef Josef Ackermann wies jede Mitverantwortung weit von sich: Die Deutsche Bank sei "nur eine Art Verwahrstelle für die Hypothekenurkunden", sagte er.

In zahlreichen Städten in den USA gibt es Proteste von Bürgerrechtlern und Klagen gegen die Deutsche Bank, die damit zunehmend ein Image-Problem bekommt. Zur Zeit hält die Deutsche Bank nach Auskunft des amerikanischen Einlagensicherungsfonds FDIC unmittelbar Kredite für amerikanische Ein- und Mehrfamilienhäuser über rund 3,7 Milliarden Dollar. Dabei handele es sich jedoch, so die Bank, um Immobilienkredite an vermögende Privatkunden.

ssu

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
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1. Risiken
Stefanie Bach, 05.06.2010
Zitat von sysopDie Deutsche Bank ist tiefer in die Immobilienkrise verstrickt als bisher bekannt. Wie das Institut dem SPIEGEL bestätigte, verwaltet sie als Treuhänder knapp eine Million Objekte in den USA. Tausende davon wurden zwangsversteigert - jetzt droht dem Geldhaus eine Klagewelle. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,698933,00.html
Bislang hat es die Deutsche Bank immer verstanden, ihre Risiken zu kontrollieren. Man kann nur hoffen, dass es ihr auch in diesem Fall gelingt. Die deutsche Politik hingegen geht Risiken ein, die sie nicht einmal übersieht. Statt sich mit den USA und den europäischen Partnern abzustimmen, folgt sie stumpf ihrem dumpfen Motto: Gescheitert - Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert (http://www.plantor.de/2009/gescheitert-warum-die-politik-vor-der-wirtschaft-kapituliert/).
2. Kernsatz
teopred2 05.06.2010
Das ist der Kernsatz der Meldung: "Zudem konstruierte die Bank mehr als 25 hochkomplexe Immobilienwertpapiere, sogenannte CDOs, mit einem Wert von rund 20 Milliarden Dollar, die in der Finanzkrise größtenteils zusammenbrachen." Und nun erinnern wir uns an die IKB. Aber Ackermann ist natürlich kein Schmutzli, niemals. mfg
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