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Impf-Offensive: Großkonzerne spritzen gegen die Schweinegrippe

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ThyssenKrupp hat schon Hunderte Mitarbeiter geimpft, Telekom und BASF wollen bald folgen: Deutschlands Konzerne kämpfen gegen die Schweinegrippe. SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen zur Immunisierung am Arbeitsplatz und zeigt, welche Firmen ihre Belegschaft schützen.

Schweinegrippe-Impfung in Hamburg: Konzerne impfen zusehends selbst Zur Großansicht
DPA

Schweinegrippe-Impfung in Hamburg: Konzerne impfen zusehends selbst

Hamburg - Jeden Tag melden Ärzte Hunderte neue Schweinegrippe-Infektionen - doch die Impfkampagne stockt. Bis Ende November wird weniger als ein Fünftel der bestellten Dosen bereitstehen, räumte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) jetzt ein. Millionen Deutsche müssen damit länger auf ihre Impfung warten.

Die Mitarbeiter vieler Konzerne dürfte das Impf-Chaos dagegen nicht treffen: Die ersten Unternehmen nehmen die Vorsorgemaßnahmen bereits selbst in die Hand. "Wir impfen schon", sagt etwa Alexander Wilke, Unternehmenssprecher bei ThyssenKrupp Chart zeigen . "Bislang haben mehrere hundert Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen eine Impfung erhalten, die meisten davon in Duisburg." Die Belegschaft habe auf das Angebot äußerst positiv reagiert. "Mittelfristig ist es unser Ziel, allen 180.000 Mitarbeitern die Möglichkeit zu eröffnen, sich im Betrieb impfen zu lassen", sagte der Sprecher.

Andere Dax-Konzerne planen ebenfalls innerbetriebliche Impfungen. Beim Sportartikelhersteller Adidas Chart zeigen in Herzogenaurach soll im kommenden Monat gegen die Schweinegrippe geimpft werden. "Für den Dezember sind Impftermine geplant, Mitarbeiter können sich dann bei Interesse freiwillig impfen lassen", teilt das Unternehmen mit. Auch die Telekom Chart zeigen will ihre Mitarbeiter schützen. Der betriebsärztliche Dienst habe bereits Impfdosen geordert. "Wann und in welcher Menge uns diese zur Verfügung stehen werden, hängt von der Entscheidung des Gesundheitsamts ab", teilt die Telekom mit.

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Schweinegrippe: Welche Konzerne ihre Mitarbeiter impfen
Autobauer Daimler Chart zeigen dagegen überlässt das Impfen dem öffentlichen Gesundheitswesen. Auch die Deutsche Bank Chart zeigen plant derzeit kein spezielles Programm für ihre Mitarbeiter. "Es gibt in Deutschland ja eine breite Vorsorge über die Gesundheitsstellen", sagt Pressesprecher Christoph Blumenthal.

Wie kommen die Unternehmen an den Impfstoff? Wer muss ihn zahlen? Und dürfen Arbeitnehmer die Spritze verweigern? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen zur Immunisierung am Arbeitsplatz.

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Forum - Schweinegrippe - tun die Unternehmen genug?
insgesamt 80 Beiträge
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1. Falscher Ansatz
tom-rossi 12.11.2009
Ich denke, dass das der falsche Ansatz ist über dieses Thema zu diskutieren. Die Firmen sind in dieser Kette so unwichtig, wie ein Kropf. Viel interessanter ist die Tatsache, wie die Medien immer dreister durch ihre Berichterstattung systematisch die Panikmache in der Bevölkerung geschürt hat, nachdem man feststellen musste, dass offensichtlich nur eine geringe Anzahl sich Impfen ließ. SO unter dem Motto: Jetzt haben wir aber mal richtig eingekauft und keiner kommt zum Essen b.z.w. impfen. Wäre doch schade, wenn der "gute" Impfstoff irgedwo vergammelt. Aber letztlich haben sie es natürlich wieder geschafft. Wie die Lemminge kamen sie und irgendwann ist dann auch der Letzte angesteckt (vom Impfwahn). Übrigens; In meinem Bekannenkreis haben sich auch einige Impfen lassen die danach erst einmal 1-2 Tage "flach" gelegen haben. Wer sich richtig informiert, und das sind leider die Wenigsten, der merkt schnell wo der Hase langläuft mit dieser Kampagne. Wie hat es ein Wissenschaftler treffend formuliert: (ungef. Wortlaut) Wenn wir alle Grippeviren so genau geobachtet hätte, wie diesen, dannn müssten wir jedes Jahr mehrere hundert oder gar tausende Opfer protokollieren, die an Grippeviren gestorben sind. Ich muß nur lange genug einen Virus beobachten, dann finde ich auch wahrscheinlich irgendwann etwas potentiell) Gefährliches daran. PS: Das Leben ist tödlich ! (Jetzt aber keine Panik bekommen)
2. Schweinegrippe - wer hat was dovon.....
Reformator 12.11.2009
Hier eine erfrischend nüchterne, medizinisch fundierte Kurzfassung einer Frankfurter Ärztin zum Thema Impfstoff und Folgen, die mir heute per mail zugesandt wurde. Die Folgen kann sich jeder selbst ausrechnen. >>>>>>>>>>
3. Unglaublich!
olfma 12.11.2009
Überall wird geklagt, es sei zu wenig Impfstoff vorhanden und Konzerne sind in der Lage, mal eben ihre Belegschaft durchzuimpfen! Wir Bürger sind nur noch "Kundschaft" im Hochpreisland Deutschland, billige Arbeitskräfte und Quotenvieh für die Wahlen, um die mit Spenden gekauften und von Lobbyisten beeinflußten Berufspolitiker zu legitimieren...
4. Diese Impfung ist slbst eine Bedrohung
kippelman 12.11.2009
Die kritischen Anmerkungen zu den Impfstoffen mehren sich. Squalen als Übeltäter aus den Golfkriegsimpfungen - Thiomersal als auch in normalen Grippeimpfungen enthaltenes Quecksilberpräparat - hochgiftig und jetzt dann nochmal in doppelter Dosis. Hinzu kommt, dass die 3 zugelassenen Impfstoffe bereits VOR dem Auftreten der Schweinegrippe zugelassen waren wie heute glaubhaft eine Leserzuschrift in der Tageszeitung vermittelt! Es handelt sich also mitnichten um einen wirklich neuen Impfstoff! Ich hoffe, dass die Impfdosen noch möglichst lange auf sich warten lassen und so viele Menschen nochmal Gelegenheit haben sich objektiv zu informieren. Ich bin sicher: es sterben Jahr für Jahr mehr Menschen am Herzinfarkt beim Sport zuschauen als bisher an der Schweinegrippe. Selbst wenn 8000 Menschen sterben würden, wäre das ein Risiko von 1: Zehntausend gegenüber vielleicht 1 : Zehn für ein Leben mit deutlicher Lebensqualitätseinbusse durch die Squalen-Bedrohung. Den Rest kann sich jeder selbst ausrechnen ... Der Virus ist bisher nicht mutiert - und wenn er es tut bleibt die jetzige Impfung sowieso wirkungslos. Diese Impfung ist reine Geschäftemacherei mit gezielt und vorsätzlich hervorgerufener Panik!
5.
fritzekat 12.11.2009
Zitat von sysopThyssen Krupp hat schon Hunderte Mitarbeiter geimpft, Telekom und BASF verabreichen bald die ersten Spritzen: Deutschlands Konzerne forcieren den Kampf gegen die Schweinegrippe. Aber sind die Maßnahmen ausreichend? Tun die Unternehmen generell genug gegen die Krankheit?
Wäre mal interessant zu wissen, ob die Konzerne in den letzten Jahren ihre Mitarbeiter gegen Grippe haben impfen lassen. Es wäre zu begrüßen, wenn die Medien mal darüber berichten würden, wie hoch die Infektions- und Sterblichkeitsrate bei einer "normalen" Influenza ist. Aber da wird nicht auf das Risiko hingewiesen und eine Impfung empfohlen. Wer will, soll ruhig das Versuchskaninchen spielen - so spart man sich aufwendige klinische Tests, der Hausarzt wird schon die Nebenwirkungen an die zuständigen stellen berichten. Wer Lust hat, kann ja mal hier nachsehen. http://www.aerztekammer-berlin.de/40presse/15_meldungen/00688_Schweinegrippe/00688_AkdAe_CelvapanFocetriaPandemrix.pdf
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Spritze vom Chef

Sollten sich Unternehmen um die Schweinegrippe-Impfung ihrer Mitarbeiter kümmern?


Acht Fragen zur Schweinegrippe
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Wie kann man sich schützen?
Ausschließen kann man eine Infektion nie. Dennoch können bestimmte Maßnahmen die Verbreitung des H1N1-Virus (und auch vieler anderer Viren) effektiv senken. Im September 2009 veröffentlichten Forscher im Fachblatt "British Medical Journal" eine statistische Auswertung von insgesamt 58 Studien über präventive Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Das Ergebnis: Vor allem häufiges Händewaschen und die Isolation infizierter Patienten verhindert die rasche Ausbreitung des Virus. Unter wir-gegen-viren.de gibt das Robert Koch-Institut neun Tipps, um die Ansteckungsgefahr zu senken. Zu den wichtigsten Vorkehrungen gehören regelmäßiges Händewaschen, richtiges Husten und Schnäuzen, bei Verdacht auf Schweinegrippe zu Hause bleiben und Abstand von anderen Personen halten sowie regelmäßiges Lüften. Zudem rät die US-Gesundheitsbehörde CDC, den Haushalt möglichst sauber zu halten und beispielsweise Oberflächen von Möbeln regelmäßig zu reinigen und Kleidung regelmäßig zu waschen.
Wie verbreitet sich das H1N1-Virus?
Der wahrscheinlichste Ansteckungsweg des H1N1-Virus ist die sogenannte Tröpfcheninfektion. Es nistet sich in den Atemwegen ein, weshalb Tröpfchen aus dem Nasen- und Rachenraum gefährlich sind. Man kann sich bereits im Gespräch mit einer Person anstecken. Die ganz normale Atemluft der infizierten Person enthält Tröpfchen, die deren Gegenüber einatmen könnte. Gleiches gilt, wenn Menschen niesen oder husten. Mikroskopisch kleine Mengen reichen schon aus. Deshalb empfehlen viele Fachleute auch, Menschenansammlungen zu meiden. Das Virus überlebt aber auch einige Zeit außerhalb des Körpers. Man kann sich also anstecken, indem man Infizierten die Hand schüttelt oder Gegenstände anfasst, die Infizierte berührt haben. Wischt man sich danach durchs eigene Gesicht, hat es der Erreger in seinen neuen Wirt geschafft. Dieser Übertragungsweg heißt Schmierinfektion. Experten gehen davon aus, dass das H1N1-Virus bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius für etwa zwei bis acht Stunden unversehrt bleibt. In einer feuchten Umgebung verlängert sich die Zeit auf bis zu vier Tage. Und in der Kälte, vor allem bei Minusgraden, ist das Virus fast unsterblich. Dagegen kann der H1N1-Erreger mit Hitze nur schwer umgehen. Bei 60 Grad und mehr stirbt er nach etwa 30 Minuten.
Welche Symptome treten auf?
Die Inkubationszeit des Virus beträgt in der Regel drei bis vier Tage. Meistens setzt das Krankheitsgefühl ganz plötzlich ein. Zu den häufigsten Symptomen zählen Fieber und Husten. Die Glieder und Muskeln können schmerzen, Atembeschwerden und Ausfluss aus Nase oder Augen können dazukommen. Anders als bei der saisonalen Influenza leidet bei der Schweinegrippe etwa jeder Vierte an Erbrechen oder Durchfall. Es gibt aber auch Menschen, an denen die Infektion spurlos vorbeiging.
Was tun bei Verdacht auf Schweinegrippe?
Bei Menschen, die sonst gesund sind, lautet der einfachste Rat: ins Bett legen und das eigene Immunsystem die Arbeit verrichten lassen. Schwangere oder chronisch Kranke - Diabetiker, Patienten mit Asthma oder Herz-Kreislauf-Beschwerden beispielsweise - sowie ältere Patienten und Kinder sollten dagegen einen Arzt aufsuchen. Ist das Immunsystem zum Beispiel durch eine bereits vorhandene chronische Erkrankung geschwächt, kann es leichter zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion, wie etwa einer Lungenentzündung, kommen.
Helfen Medikamente nach einer Ansteckung?
Es gibt manche antivirale Medikamente wie Tamiflu, die Grippesymptome lindern können. Allerdings sind sie verschreibungspflichtig, und für die meisten Patienten gilt: Sie überstehen die Schweinegrippe genauso gut oder schlecht wie ohne Medikamente. Vor allem bei Kindern gilt größte Vorsicht mit Medikamenten. Sie sollten auf keinen Fall ohne ärztlichen Rat behandelt werden. Treten zusätzliche bakterielle Infektionen auf, sollte der Patient unter Umständen Antibiotika nehmen. Experten weisen zudem darauf hin, dass es nicht sinnvoll ist, vorsorglich antivirale Medikamente einzunehmen. Der Leiter des Düsseldorfer Gesundheitsamtes, Heiko Schneidler, sagt, dass es dadurch zu Resistenzen der Viren kommen könnte.
Ist ein Mundschutz sinnvoll?
Das Robert Koch-Institut sagt zu Hygienemasken: "Über ihre Wirksamkeit während einer Pandemie liegen keine ausreichenden Daten vor. Sie sind deshalb nur ergänzend zu erwägen." Da die Masken nicht dicht abschließen, geraten Grippeviren trotzdem in die Atemluft. Und wer mit ungewaschenen Händen die Maske anlegt, bindet sich die Viren direkt unter die Nase. Zudem müssen die Masken alle paar Stunden gewechselt werden. Sinnvoll ist eine Hygienemaske, wenn überhaupt, nur für Erkrankte. Damit kann die Anzahl der Erreger, die dieser in die Luft ausatmet verringert werden. Staubmasken aus dem Baumarkt sind übrigens wirkungslos.
Wie weist man das Virus nach?
Ein zuverlässiger Test kostet in etwa 130 Euro. Bis das Ergebnis vorliegt, vergeht in etwa ein Tag. Nachdem sich die Grippe immer weiter ausbreitet, wird nur noch stichprobenartig auf den H1N1-Erreger untersucht. Man kann in der Apotheke auch Schnelltests kaufen, allerdings sind sie nicht sehr zuverlässig. Im Labor wird das H1N1-Virus mit Hilfe der sogenannten PCR-Technik nachgewiesen. Der Test ist positiv, wenn es gelingt, spezifische Teile des Virus-Erbguts im Reagenzglas zu vervielfältigen.
Kann sich der H1N1-Erreger verändern?
Das H1N1-Virus gehört zur Gattung der Influenza-A-Viren. Ein H1N1-Virus war auch der Auslöser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat. Die gewöhnliche Grippe (saisonale Influenza) tötet Schätzungen zufolge weltweit jedes Jahr 250.000 bis 500.000 Menschen, vor allem ältere Menschen. Die meisten sterben an Lungenentzündung. Auch gesunde Menschen können tödlich erkranken. Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern, die bekannt sind. Die Entwicklung gänzlich neuer Typen ist zwar selten, aber extrem gefährlich. Sie findet statt, wenn sich in den Zellen eines Organismus die Erbgutinformation mehrerer Grippeviren-Typen neu kombiniert.
Schweinegrippe-Impfung
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Wer wird geimpft?
Jeder kann und sollte sich impfen lassen, empfehlen Experten. Laut Plan werden im ersten Schritt Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern geimpft sowie Feuerwehrleute, Polizisten und Justizvollzugsbeamte. Das soll im Fall von Masseninfektionen die medizinische Versorgung und die öffentliche Sicherheit sicherstellen. Auch Risikogruppen wie chronisch Kranke, Asthmatiker, Diabetiker und Fettleibige sollen bevorzugt geimpft werden. Schwangeren wird geraten, noch zu warten, bis ein spezieller Impfstoff ohne Zusätze vorliegt. Impfungen sind in Deutschland grundsätzlich freiwillig, eine Impfpflicht ist nicht geplant.
Womit wird geimpft?
In der EU sind bisher drei Impfstoffe zugelassen: Focetria, Pandemrix und Celvapan. Focetria und Pandemrix enthalten Adjuvantien, Stoffe, die eigentlich die Immunisierung verstärken sollen, aber auch die Nebenwirkungen der Impfung verstärken können. Celvapan kommt ohne Verstärker und Konservierungsstoffe aus. Pandremix ist für die Bevölkerung vorgesehen, Celvapan für Angehörige der Bundesregierung. Nur Schwangeren wollen die Bundesländern nachträglich eine Vakzine ohne Adjuvantien beschaffen. Bei den Wirkverstärkern handelt es sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen, die unter anderem Squalen enthalten, eine aus Haifischleber gewonnene Substanz. Die Packungsbeilagen für alle drei Impfstoffe sind auf der Website der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA abrufbar: http://www.emea.europa.eu.
Wann wird geimpft?
Die Impfung gegen die Schweinegrippe hat in der letzten Oktoberwoche begonnen. Seit dem 2. November können sich auch Privatpersonen impfen lassen.
Wo wird geimpft?
Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Risikogruppen, die höher gefährdet sind, werden darüber informiert, wo sie geimpft werden können. Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie bei Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug werden in der Regel am Arbeitsplatz geimpft. Für die Normalbevölkerung sind ausgewählte Impfpraxen und Gesundheitsämter zuständig. Welche das sind, erfährt man hier.
Was kostet das?
Die Kosten in Deutschland werden mit 500 bis 550 Millionen Euro Veranschlagt - die gesetzlichen Kassen gehen dagegen von bis zu einer Milliarde Euro aus. Die Impfung kostet die Versicherten nichts, da sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen die Kosten übernehmen.
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Die Schweinegrippe-Impfung kann stärkere Nebenwirkungen verursachen als die übliche Grippeimpfung. Darauf weist der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, hin. Grund ist, dass in dem neuen Impfstoff die Wirkstoffmenge pro Dosis drastisch verringert wird und zugleich beigemischte Verstärkersubstanzen die Wirkung künstlich erhöhen sollen. Nur so ist es laut Löwer möglich, sehr viel mehr Impfstoff-Portionen herzustellen als üblich. Die beigemischten Verstärker (Adjuvantien) können jedoch unerwünschte Nebeneffekte auslösen. Geimpfte müssen mit Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle rechnen sowie teilweise mit mehrtägigen Kopf- und Gliederschmerzen. Aus diesem Grund empfehlen Mediziner Schwangeren und Kindern, sich nicht mit dem adjuvantienversetzten Impfstoff impfen zu lassen. Die Bundesregierung will für Schwangere einen adjuvantienfreien Impfstoff bestellen.
Was tun bis zur Impfung?
Aus Sicht von Experten bietet banale Alltagshygiene bereits relativ viel Schutz: häufiges Händewaschen, Niesen in die Ellenbeuge oder in ein Einmaltaschentuch, das sofort weggeworfen wird. Große Menschenansammlungen oder engen Kontakt zu Infizierten sollte man meiden. Die Behörden haben bis zum Start der Impfungen vor allem ein Ziel: Die Fallzahlen und damit auch die Zahl der schweren Erkrankungen oder Todesfälle so gering wie möglich zu halten.
Hotline der Bundesregierung
Unter 030-34 64 65 100 können sich Bürger über die Schweinegrippe informieren. Die Hotline des Bundesgesundheitministeriums ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu erreichen. Auskünfte über dsa Influenzavirus erteilt das Robert-Koch-Institut unter der Rufnummer 030-18 75 44 161, montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr.


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