Bierbrauer: InBev darf Corona-Hersteller übernehmen

Der Megadeal auf dem Biermarkt ist perfekt: Der US-Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev darf den Corona-Hersteller Modelo übernehmen - allerdings unter Auflagen.

Corona-Flasche: InBev muss Teile seines Geschäfts verkaufen Zur Großansicht
AP

Corona-Flasche: InBev muss Teile seines Geschäfts verkaufen

Washington/Brüssel - Die Riesenübernahme stand kurz vor dem Scheitern, doch am Ende einigte man sich doch mit den Behörden: Nach langem Anlauf ist der Weg für den Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev Chart zeigen (kurz InBev) zur Übernahme des mexikanischen Corona-Herstellers Grupo Modelo frei. Laut US-Gerichtsakten vom Freitag hat sich das Justizministerium mit dem US-Konzern auf die Bedingungen für eine Komplettübernahme an dem mexikanischen Unternehmen geeinigt. InBev muss dazu Teile seines Geschäfts verkaufen. So bleibe der Wettbewerb im Land gesichert, hieß es.

InBev hatte im vergangenen Sommer sein 20 Milliarden US-Dollar (15 Milliarden Euro) schweres Übernahmeangebot vorgelegt. Dem Konzern gehört bereits mehr als die Hälfte an dem mexikanischen Unternehmen, nun will er die restlichen Anteile aufkaufen. Die mexikanischen Kartellwächter hatten bereits zugestimmt. Ihre amerikanischen Kollegen fürchteten aber, dass nach dem Zukauf die Bierpreise steigen. Das Justizministerium war Ende Januar gegen den ursprünglichen Übernahmeplan vor Gericht gezogen.

Zusammen hätten die zwei Firmen nach Umsatz 46 Prozent des US-Biermarkts beherrscht, hatte das Ministerium vorgerechnet. Die Nummer zwei, MillerCoors, kommt auf 29 Prozent. Bereits im Februar hatte Inbev angeboten, das US-Geschäft an Constellation Brands abzugeben. Der Bierkonzern wird sich auch von der Brauerei im mexikanischen Piedras Negras trennen. Der ausgehandelte Kompromiss muss aber noch von einem Gericht abgesegnet werden.

Das mexikanische Corona sowie das amerikanische Bud Light aus dem Hause InBev gehören zu den beliebtesten Bieren des Landes. Weitere Marken der belgischen Braugröße sind Beck's und Stella Artois, die ebenfalls erfolgreich in den USA vertrieben werden. In Deutschland ist InBev die Nummer zwei im Biermarkt. Hierzulande gehören auch Hasseröder, Löwenbräu und Franziskaner dazu.

yes/Reuters/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. US-Konzern?
j.w.pepper 19.04.2013
InBev hat zwar Anheuser-Busch gekauft und heißt jetzt ABInBev, bleibt aber vorrangig ein belgisches Unternehmen.
2. Mir egal
vater von w 19.04.2013
Zitat von j.w.pepperInBev hat zwar Anheuser-Busch gekauft und heißt jetzt ABInBev, bleibt aber vorrangig ein belgisches Unternehmen.
Ich kaufe keine Massenbiere. Klein ist fein, weniger ist mehr.
3.
wakaba 19.04.2013
Zitat von vater von wIch kaufe keine Massenbiere. Klein ist fein, weniger ist mehr.
Amen
4. Gut
gandalf_guevara 19.04.2013
Zitat von sysopAPDer Megadeal auf dem Biermarkt ist perfekt: Der US-Brauerkonzern Anheuser-Busch InBev darf den Corona-Hersteller Modelo übernehmen - allerdings unter Auflagen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/inbev-darf-corona-hersteller-modelo-uebernehmen-a-895489.html
dass Bierbrauer davon nicht betroffen sind. Jaucheverein kauft anderen Jaucheverein - nicht mehr, nicht weniger.
5. Ich Boykottiere seit Jahren diese Marken
ein-dummer-junge 19.04.2013
. Lieber ein kleines (Lokal noch nicht aufgekaufte Brauerei) aber feines Bier trinken als diesen Einheitbrei der Großen. Es ist langweilig und warten wir es ab bis die Bundesliga keine Biersponsoren mehr hat. Es werden für Banderwerbung die Preise fallen und der Bierpreis steigt. Ich trinke weder holländischen Kuhurin noch die von " Manneken Pis". Ich frage mich ob die Kartellämter nicht teilweise bestochen sind.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
RSS
alles zum Thema Bier
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 17 Kommentare