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Konjunkturdaten: Stimmung in der Euro-Zone verbessert sich

Produktion in Daimler-Werk in Sindelfingen: Euro-Zone wird stabiler Zur Großansicht
DPA

Produktion in Daimler-Werk in Sindelfingen: Euro-Zone wird stabiler

Die Lage der Industrie in der Euro-Zone wird stabiler: Im Juni hat sich die Stimmung in der Branche einer Umfrage unter Einkaufsmanagern zufolge erneut aufgehellt. Vor allem in Spanien und Italien sind die Unternehmen zuversichtlicher. Ausgerechnet in Deutschland stehen die Zeichen auf Schrumpfung.

London/Berlin - Optimismus in den Krisenländern Spanien und Italien, nur in Deutschland herrscht Katerstimmung: Die Industrie der Euro-Zone ist im Juni einen großen Schritt Richtung Stabilität vorangekommen. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens Markit legte um 0,5 auf 48,8 Punkte zu.

In der Umfrage unter rund 3000 Firmen war seit knapp eineinhalb Jahren keine so positive Stimmung mehr ermittelt worden. Zwar blieb der Index unter der Grenze von 50 Punkten, ab der ein Wachstum in der Branche angezeigt wird. Damit gingen zwar Produktion und Aufträge der Betriebe über den gesamten Währungsraum gesehen erneut zurück, allerdings weit weniger stark als zuletzt.

"Sofern sich der Trend weiter verbessert, dürfte der Industriesektor im dritten Quartal auf den Wachstumspfad zurückkehren", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Hoffnungsvoll stimmt vor allem die Entwicklung in Südeuropa. In Spanien sprang der Index von 48,1 auf 50,0 Punkte, damit sind Industrieproduktion und Auftragseingänge in dem Land zum ersten Mal seit rund zwei Jahren nicht mehr geschrumpft. Auch in Italien legte der Wert von 47,4 auf 49,1 Punkte kräftig zu.

Nur in Deutschland verschlechterte sich die Stimmung

Die Wirtschaft in der Euro-Zone schrumpfte zuletzt sechs Quartale in Folge, nun mehren sich die Zeichen für ein Ende der langen Durststrecke. Auch auf dem Arbeitsmarkt könnte sich die Lage langsam entspannen, zumindest bauten die Industriebetriebe wesentlich weniger Jobs ab als zuvor. Für den Währungsraum bedeutend ist auch, dass sich die Stimmung in der zweitgrößten Volkswirtschaft Frankreich deutlich um zwei Punkte auf 48,4 Zähler verbesserte.

Allerdings verläuft der Trend ausgerechnet in Deutschland anders herum. Hier sank der Index um 0,8 Punkte auf 48,6 Zähler. Damit zeigt er ein Schrumpfen des produzierenden Gewerbes in der Bundesrepublik an. Obwohl die Industrie die Preise so stark gesenkt hatte wie seit Dezember 2009 nicht mehr, ging das Exportgeschäft deutlich zurück. Vor allem Bestellungen aus Asien und Europa blieben aus.

fdi/dpa-AFX/Reuters

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1. Das
buerger2013 01.07.2013
Zitat von sysopDPADie Lage der Industrie in der Euro-Zone wird stabiler: Im Juni hat sich die Stimmung in der Branche einer Umfrage unter Einkaufsmanagern zufolge erneut aufgehellt. Vor allem in Spanien und Italien sind die Unternehmen zuversichtlicher. Ausgerechnet in Deutschland stehen die Zeichen auf Schrumpfung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/index-der-einkaufsmanager-bessere-stimmung-in-euro-zone-a-908711.html
wird eindeutig mit der saisonbedingten Zunahme des Tourismus in diesen Ländern zusammenhängen. Kommt von der Grössenordnung auch hin. Auch die Botschaft habe ich erkannt: seht Leute, die vielen vielen Milliarden haben sich doch gelohnt und Herr Schäuble hat Recht. Die Länder sind auf einem guten Weg. Bin mal auf die Meldungen nach dem 22.09. gespannt.
2. Endlich....
GSYBE 01.07.2013
...auch mal gute Nachrichten! Klar macht eine Schwalbe noch keinen Sommer, aber immerhin...
3.
Postscriptum_B 01.07.2013
Eine konkrete Antwort allen Panikmachern und Schwarzmalern!
4. Ha, Ha, Ha...
antizins 01.07.2013
Zitat von sysopDPADie Lage der Industrie in der Euro-Zone wird stabiler: Im Juni hat sich die Stimmung in der Branche einer Umfrage unter Einkaufsmanagern zufolge erneut aufgehellt. Vor allem in Spanien und Italien sind die Unternehmen zuversichtlicher. Ausgerechnet in Deutschland stehen die Zeichen auf Schrumpfung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/index-der-einkaufsmanager-bessere-stimmung-in-euro-zone-a-908711.html
Ha, Ha, Ha, wie immer zu Wochenbeginn die Nachricht vom Propagandaministerium daß in der (T)Euro-Zone sich wieder alles "aufhellt". Bis Freitag werden die Nachrichten dann wieder täglich schlechter...
5.
GSYBE 01.07.2013
Zitat von buerger2013wird eindeutig mit der saisonbedingten Zunahme des Tourismus in diesen Ländern zusammenhängen. Kommt von der Grössenordnung auch hin. Auch die Botschaft habe ich erkannt: seht Leute, die vielen vielen Milliarden haben sich doch gelohnt und Herr Schäuble hat Recht. Die Länder sind auf einem guten Weg. Bin mal auf die Meldungen nach dem 22.09. gespannt.
Vielleicht einfach mal den Ball flachhalten und nicht immer gleich altklug daherschwafeln; alternativ könnten Sie aber auch den von Ihnen gesehen Zusammenhang zwischen Tourismus und Industrieproduktion/Auftragseingängen der interessierten Leserschaft erklären.
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