Investitionen Deutschland und Indien stecken Milliarden in Zukunftstechnologien

"Wir geben in jedem Jahr eine Milliarde Euro": Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Indiens Premierminister Modi einen gemeinsamen Etat für Investitionen in Zukunftstechnologien aufgelegt.

Kanzlerin Merkel mit Indiens Premier Modi in Berlin
AFP

Kanzlerin Merkel mit Indiens Premier Modi in Berlin


Indien gehört zu den am stärksten wachsenden Schwellenländern - und die Exportnation Deutschland hofft darauf, von einer engeren Zusammenarbeit zu profitieren. Nun wollen beide Seiten die Kooperation noch verstärken: Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Indiens Premierminister Narendra Modi vereinbarten beide Seiten die Auflage eines gemeinsamen, milliardenschweren Entwicklungsetats. "Wir geben in jedem Jahr eine Milliarde Euro", sagte Merkel nach den deutsch-indischen Regierungskonsultationen. Dabei soll es um Themen wie Smart Cities, erneuerbare Energien und Solarindustrie gehen.

Merkel betonte, Deutschland wolle Indien bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens unterstützen. "Indien setzt das Abkommen intensiv um", sagte Merkel. Das Land mit mehr als einer Milliarde Einwohner befinde sich aber in einer anderen Entwicklungsphase als Deutschland. "Indien ist eine Demokratie, und Indien setzt darauf, dass die Welt nicht nur vernetzt ist, sondern vernünftig gestaltet wird."

Modis Besuch wird von Hoffnungen begleitet, der Handel zwischen Deutschland und Indien könnte Einbußen wettmachen, die durch den Brexit und protektionistische Maßnahmen der USA erwartet werden. Tatsächlich sind Deutschlands Exporte nach Indien im ersten Quartal um 19 Prozent gestiegen. Allerdings lagen die Gesamtausfuhren nach Indien 2016 bei nicht einmal zehn Milliarden Dollar. Zum Vergleich: In die USA gingen deutsche Waren im Wert von 107 Milliarden Dollar.

beb/dpa



insgesamt 26 Beiträge
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karl-felix 30.05.2017
1. Das
ist vernünftig. Investitionen in unendliche, saubere und Brennstoffkosten lose Stromerzeugung erspart der Welt und Indien eine Unmenge an Reparaturkosten für die Schäden nuklear/fossiler Stromerzeugung.
Aquifex 30.05.2017
2.
Ich hoffe, "Zukunftstechnologie" sind dieses mal die dringendst notwendigen Speicher und nicht schon wieder die alleine völlig nutzlosen Solarzellen.....
achterhoeker 30.05.2017
3. Indiens Zukunft
ist bald Vergangenheit. Das Land platzt bevölkerungsmäßig aus allen Nähten, die Umwelt ist bald keine mehr und das Kastensystem wird auch noch einen Crash durchmachen. Das ist mit Atomwaffen und Hightech nicht zu verhindern.
Atheist_Crusader 30.05.2017
4.
Man darf nicht vergessen, dass sowohl die wirtschaftliche als auch soziale Entwicklung in Europa und Nordamerika auch nur langsam vorangingen. Es wurden eine Menge Menschen auf Schlachtfeldern verheizt ehe es Demokratie gab, es wurden eine Menge Arbeiter von Maschinen verstümmelt ehe es Arbeitssicherheit gab und es wurden eine Menge Flüsse vergiftet ehe es Umweltschutz gab. Wenn wir Drittwelt- und Schwellenländer unterstützen, ihnen zeigen können dass man unsere Standards erreichen kann und sich trotzdem sein Stück vom Kuchen verdienen, dann haben sie die Chance diese Entwicklungen in wesentlich schnellerem Tempo zu durchleben. Wenn wir uns dagegen einfach nur danebenstellen und sagen "Nein, so nicht. Wir sagen, dass das anders zu laufen hat also macht jetzt gefälligst!", dann wird das wenig bringen. Von daher sind solche Investitionen nur sinnvoll. Und Indien ist sowieso ein möglicher Partner für die Zukunft den man im Auge behalten sollte. Die haben zwar noch viel Raum für Verbesserung und schöpfen ihr Potential auch nicht gerade optimal aus, aber auch da kann man helfen. Positive Entwicklungen unterstützen, statt nur negative kritisieren.
auweia 30.05.2017
5. Nee...die Inder haben da was ganz Eigenes
Zitat von AquifexIch hoffe, "Zukunftstechnologie" sind dieses mal die dringendst notwendigen Speicher und nicht schon wieder die alleine völlig nutzlosen Solarzellen.....
Heizen mit nach wachsenden Rohstoffen, genauer: mit Dung von heiligen Kühen. Wenn man den großtechnisch in Biogasanlagen sammelt kann man ganze Dörfer mit Energie versorgen. Die Kühe kosten nix und futtern Unkraut&Reste, der Dung wird gesammelt. Ein Modell für Deutschland?
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