Dresdner Infinus-Prozess Anleger um 300 Millionen Euro geprellt - Manager müssen in Haft

Finale in einem der größten Fälle von Anlagebetrug: Ein Dresdner Gericht hat fünf Führungskräfte des Finanzdienstleisters Infinus zu Freiheitsstrafen verurteilt. Sie hatten gut 22.000 Anleger geprellt.

Sitz der Dresdner Finanzfirmengruppe Infinus im Jahr 2013
DPA

Sitz der Dresdner Finanzfirmengruppe Infinus im Jahr 2013


Das Dresdner Landgericht hat fünf Ex-Manager des Finanzdienstleisters Infinus zu Freiheitsstrafen zwischen acht Jahren sowie fünf Jahren und vier Monaten verurteilt, wegen gewerbsmäßigen Banden- und Kapitalanlagebetrugs.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Führungskräfte der in Dresden ansässigen Firma insgesamt 22.000 Anleger um etwa 312 Millionen Euro betrogen hatten. Ein weiterer früherer Mitarbeiter wurde wegen Beihilfe zu viereinhalb Jahren verurteilt.

Laut Anklage haben die fünf Führungskräfte ein sogenanntes Schneeballsystem betrieben. Sie erfüllten also die Renditeversprechen langjähriger Anleger mit den Beträgen, die sie von neuen Geldgebern einsammelten - hielten diese aber in dem Glauben, ihr Geld werde gewinnbringend angelegt.

Die Verteidigung hatte Freisprüche gefordert. Infinus hatte seit seiner Gründung im Jahr 2002 mehr als 800 Millionen Euro bei Privatinvestoren eingesammelt.

Mehr zum Hintergrund: Dresdner Finanzfirma soll Anleger betrogen haben (2013)

beb/dpa



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