Ökostromtochter von RWE Innogy meldet weniger Gewinn

Innogy hat im ersten Jahr als börsennotierter Konzern Geld verdient - allerdings etwas weniger als zuvor. Der Ökostromtochter von RWE machten 2016 Windflauten und teure Netze zu schaffen.

Innogy-Chef Peter Terium
AP

Innogy-Chef Peter Terium


Die RWE-Tochter Innogy hat 2016 weniger verdient als im Vorjahr. Der Nettogewinn des Ökostromkonzerns lag bei 1,5 Milliarden Euro und damit sechs Prozent niedriger als 2015. Das teilte Konzernchef Peter Terium auf der Bilanzpressekonferenz mit. Damit hat das Unternehmen allerdings die selbst gesteckten Ziele erreicht und will hohe Dividenden an die Aktionäre ausschütten.

"Bei unseren Ertragszielen haben wir eine Punktlandung hingelegt", sagte Terium. Grund für den gesunkenen Gewinn seien Mehraufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung der Energienetze sowie Windkraftanlagen, die mangels Wind nicht ausgelastet gewesen seien. Die Stromerzeugung sank um drei Prozent, der Umsatz um vier Prozent auf 43,6 Milliarden Euro.

Innogy legte zum ersten Mal Jahreszahlen vor, nachdem RWE seine Ökostromtochter im vergangenen Oktober an die Börse gebracht hatte. In ihr sind die Zukunftsgeschäfte Vertrieb, Netze und Ökostrom gebündelt. Rund zwei Drittel der RWE-Mitarbeiter arbeiten nun für Innogy, auch Konzernchef Terium wechselte an die Spitze der Tochter. RWE gehören noch knapp 77 Prozent der Anteile von Innogy.

Damit ist der kriselnde Energiekonzern der größte Nutznießer der hohen Dividende, er erhält 683 Millionen Euro. Die Dividende wird auf Grundlage des sogenannten bereinigten Nettoergebnisses berechnet, das mit 1,1 Milliarden Euro etwas niedriger war als der Nettogewinn. Innogy hatte vor dem Börsengang in Aussicht gestellt, 70 bis 80 Prozent des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten. Für das Jahr 2016 bedeutet das eine Zahlung von 1,60 Euro pro Aktie, die derzeit rund 33,50 Euro kostet. RWE Chart zeigen selbst hatte vor Kurzem einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro für das Jahr 2016 ausgewiesen.

fdi/Reuters/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
roughneckgermany 13.03.2017
1. Schüttet
Nur 50% aus und schon sind Gelder für den Ausbau da. Nichts aus der Vergangenheit gelernt.
günter1934 13.03.2017
2. Welch ein Konstrukt!
So kassiert RWE den grössten Teil des Gewinnes seiner Tochter, ohne natürlich an seine eigenen Aktionäre zu denken, die bekanntlich Null erhalten. Wer sind eigentlich die 23% andere Aktionäre bei Innogy? Herr Terium et al.?
tatsache2011 13.03.2017
3. 4,8 %
Zitat von roughneckgermanyNur 50% aus und schon sind Gelder für den Ausbau da. Nichts aus der Vergangenheit gelernt.
"1,60 Euro pro Aktie, die derzeit rund 33,50 Euro kostet" Das sind 4,8% Rendite. Schnell vom Festgeld (0,2% Zins) diese Aktie kaufen. ;-)
tatsache2011 13.03.2017
4. Rwe
Zitat von günter1934So kassiert RWE den grössten Teil des Gewinnes seiner Tochter, ohne natürlich an seine eigenen Aktionäre zu denken, die bekanntlich Null erhalten. Wer sind eigentlich die 23% andere Aktionäre bei Innogy? Herr Terium et al.?
RWE kann ... "Dank der Ökostrom-Tochter Innogy ... Die Finanzierungslücke von rund einer Milliarde Euro bei den Atommüll-Kosten soll damit zu einem großen Teil geschlossen werden." Zitat http://www.deraktionaer.de/aktie/milliarden-fehlbetrag-bei-rwe--ist-innogy-die-rettung--300650.htm
tatsache2011 15.03.2017
5. Abrisskosten der AKWs
" RWE gehören noch knapp 77 Prozent der Anteile von Innogy." Hoffentlich sind diese Anteile noch vorhanden, wenn die Kosten für den Rückbau der AKWs anfallen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.