RWE-Tochter Innogy stimmt Aufspaltung zu

Lange währte sie nicht, die Unabhängigkeit. Im Zuge der Neuaufstellung von RWE und E.on am Energiemarkt hat die RWE-Tochter Innogy nun ihren Widerstand gegen die Zerschlagung aufgegeben.

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Der Energieversorger Innogy wird zerschlagen. Nach einigem Widerstand hat das Unternehmen den Plänen zur Aufspaltung durch RWE und E.on nun zugestimmt.

Die RWE-Tochter werde die zügige Umsetzung der geplanten Transaktion zwischen RWE und dem Branchenkollegen E.on unterstützen, teilten die drei beteiligten Unternehmen am späten Mittwochabend mit. Man habe sich "auf faire Integrationsprozesse" geeinigt, hieß es weiter.

Im März hatten RWE und E.on bekannt gegeben, dass sie sich im Zuge eines Tauschgeschäfts neu aufstellen wollen. RWE soll zum reinen Energieproduzenten werden, E.on zum Energieversorger.

Mitarbeiter sollen "fair behandelt" werden

Im ersten Schritt will E.on Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug RWE am eigenen Unternehmen mit knapp 17 Prozent beteiligen. E.on würde das lukrative Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, während die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter dem Dach von RWE vereint werden sollen.

Innogy wollte aber offenbar nach nur vergleichsweise kurzer Zeit seine Unabhängigkeit nicht wieder aufgeben. Im Mai hatte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz die Tochter vor dem Verkauf von Unternehmensteilen in Tschechien gewarnt.

Zuvor hatte sich der Innogy-Vorstand geweigert, seinen eigenen Aktionären die Annahme der E.on-Offerte zu empfehlen. "Eine abschließende Beurteilung der relativen Höhe des Angebots ist aber aufgrund von nicht öffentlichen Vereinbarungen zwischen E.on und RWE nicht möglich", hatte es unter anderem zur Begründung geheißen.

Nun wollen die beteiligten Unternehmen bei der geplanten Integration die "Mitarbeiter fair und möglichst gleich behandeln", unabhängig davon, welchem Unternehmen sie bisher angehörten. Auch seien "Prinzipien und Auswahlprozess zur fairen Besetzung von Topführungspositionen vereinbart" worden. Weitere tarifliche Gespräche zur sozialen Flankierung der geplanten Integrationen würden vorbereitet.

brt/dpa/AFP

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discprojekt2 19.07.2018
1. Also,
Da wünschte man sich doch glatt eine Bewertung, wie das sich wohl für den Endkunden, also uns, wohl künftig darstellen wird. Oder interessiert das nicht?
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