Chiphersteller Intel-Chef stürzt über Mitarbeiterbeziehung

Intel-Chef Brian Krzanich tritt zurück, weil er eine Beziehung mit einer Angestellten geführt hat. Damit habe er nach Angaben des Unternehmens gegen den Verhaltenskodex verstoßen.

Intel-Chef Brian Krzanich
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Intel-Chef Brian Krzanich


Der Chef des Computerchip-Herstellers Intel hat überraschend seinen Rücktritt eingereicht. Wie das Unternehmen mitteilte, verlässt Brian Krzanich den US-Konzern, weil er eine Beziehung mit einer Mitarbeiterin aus der Intel-Belegschaft führte. Damit habe der 58-Jährige gegen firmeninterne Vorgaben verstoßen.

Krzanich werde mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Verwaltungsrats vom bisherigen Finanzchef Robert Swan abgelöst, teilte der Konzern mit. Es handele sich zunächst um eine Übergangslösung.

Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass die Beziehung zwar einvernehmlich gewesen sei, Krzanich habe damit jedoch gegen den Verhaltenskodex verstoßen. Der 58-Jährige ist seit 1982 für Intel tätig, 2015 war er zum Vorstandschef ernannt worden.

hej/dpa/Reuters

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
TS_Alien 21.06.2018
1.
Natürlich müsste jetzt auch die Mitarbeiterin entlassen werden. Sie hat ebenfalls gegen die Konzernregeln verstoßen.
Europa! 21.06.2018
2. Schwachsinn
Was sind das für "Verhaltensrichtlinien", die Liebesbeziehungen innerhalb einer Firma "verbieten"? 80% aller Deutschen lernen ihren künftigen Ehepartner im Betrieb kennen. Und das ist auch gut so.
uhu_13 21.06.2018
3. Erwachsene Menschen
Solange einvernehmliche Beziehungen zwischen erwachsenen Menschen das Betriebsklima nicht massiv negativ beeinflussen haben sich Firmen, Politik und Gesellschaft da einfach rauszuhalten.
MatthiasSchweiz 21.06.2018
4.
Seine dubiosen Aktiengeschäfte im Zusammenhang mit den Sicherheitslücken waren ok, aber eine einvernehmliche Beziehung nicht? Kranke Welt.
Mehrleser 21.06.2018
5.
Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert - getrieben von politischer Korrektheit und vorauseilendem Schutz möglicher "Opfer" in ihrer Befindlichkeitsblase bauen wir uns unsere Scharia. Selbsternannte Sittenpolizisten und Moralhüter gibt es ja in unserer Empörungsgesellschaft genügend. Schöne neue Welt.
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