Von Stefan Schultz
Ein weiterer großer Umbruch steht den Experten zufolge Mitte des Jahrzehnts an. Neben der klassischen Suche wird sich vor allem im mobilen Internet zusehends die kontextrelevante Informationsbeschaffung als Geschäftsmodell etablieren - sprich: Mit einem Klick aufs Handy bekommt man Informationen zu fotografierten Objekten oder Dingen in der Nähe seines Standorts. Das Gerät wird zum Welt-Wissensfenster.
"Die Möglichkeit, per Handy ortsbezogene Informationen abzurufen, ist schon jetzt ein bedeutsames Wettbewerbsmerkmal", sagte Nokia-Entwicklungschefin Mary McDowell SPIEGEL ONLINE dazu im November. Die direkte Einblendung dieser Informationen an Ort und Stelle sei die logische Weiterentwicklung der Dienste. Branchenkenner attestieren der Kontextsuche große Potentiale: "Der Unterschied zwischen Werbung und Inhalt ist Relevanz", sagte der Web-Visionär Nova Spivack SPIEGEL ONLINE im Interview.
Die Marktforscher von Gartner sehen die größten Erfolgschancen in dem neuen Geschäftsbereich bei den Anbietern kontextrelevanter Inhalte: Für soziale Netzwerke, Service- und Software-Anbieter dürfte das mobile Internet zur riesigen Profitchance werden. Gerätehersteller und Internetseiten, die ihren Nutzern keine solchen Dienste bieten, laufen dagegen Gefahr, mit Wucht aus dem Markt gedrängt zu werden.
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