Einzelhandel Bis 2020 könnten 50.000 Läden verschwinden

Der Strukturwandel beschleunigt sich. Während die Umsätze des Onlinehandels wachsen, befürchtet der Einzelhandelsverband HDE ein Aussterben der Läden - besonders in der Innenstadt.

Einkäufe in der Innenstadt von München (Archivbild): Standorte verschwinden
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Einkäufe in der Innenstadt von München (Archivbild): Standorte verschwinden


Berlin - Der große Erfolg des Onlinehandels wird zunehmend zu einer echten Bedrohung für Ladengeschäfte. Nach einer Prognose des Einzelhandelsverbands HDE werden in den kommenden Jahren massenweise Läden schließen müssen.

"Bis 2020 könnten in Folge des Strukturwandels 50.000 Standorte vom Markt verschwinden", sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Schon heute würden viele Händler von sinkenden Kundenfrequenzen berichten. Das sei besonders für innerstädtische Läden ein Problem. Dazu trage neben der wachsenden Online-Konkurrenz auch der demografische Wandel bei.

Der Onlinehandel wird laut HDE-Prognose in diesem Jahr rund 39 Milliarden Euro umsetzen. Das wären knapp sechs Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Im Non-Food-Bereich werde bereits jeder fünfte Euro über das Internet umgesetzt.

Bisher ist laut HDE erst rund ein Drittel der Geschäfte in den Onlineversand eingestiegen. Besonders häufig sind es große Ketten, eher selten kleine Fachgeschäfte, die vom Inhaber selbst geführt werden.

som/Reuters/dpa

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