Investmentbank: Goldman Sachs startet mit Milliardengewinn ins Jahr
Mehr als doppelt so viel Gewinn wie im Vorjahresquartal - die US-Investmentbank Goldman Sachs konnte trotz Schuldenkrise von Januar bis März ein überraschend gutes Ergebnis verbuchen. Die Aktionäre dürfen sich über eine kräftige Dividendenerhöhung freuen.
New York - Der Jahresbeginn 2012 könnte für die US-Investmentbank Goldman Sachs kaum besser gelaufen sein: Die Erholung an den Kapitalmärkten hat der Bank einen überraschend guten Jahresstart beschert. Unter dem Strich verdiente der Wall-Street-Gigant im ersten Quartal knapp 2,1 Milliarden Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Überschuss sogar um 128 Prozent zu. Das Ergebnis damals war allerdings durch die Rückzahlung einer milliardenschweren Finanzspritze samt Zinsen belastet, mit der der legendäre Investor Warren Buffett das Institut in der Finanzkrise unterstützt hatte. Die Erträge im Investmentbanking erholten sich nun schneller als von Analysten erwartet, lagen aber insgesamt noch 16 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Angesichts des positiven Jahresauftakts erhöht Goldman Sachs die Dividende kräftig. Die Ausschüttung für das Quartal soll von 35 Cent je Aktie im Vorjahr auf 46 Cent steigen.
Im vergangenen Jahr war angesichts der Schuldenkrise in Europa nicht nur das lange hochprofitable Geschäft etwa mit Anleihen oder Rohstoffen deutlich zurückgegangen. Damals benötigten auch weniger Unternehmen den Rat von Goldman Sachs, weil Börsengänge oder Fusionen aufgeschoben oder abgesagt wurden.
Nun jedoch scheinen die Geschäfte bei den US-Banken wieder anzuziehen. Nicht nur Goldman Sachs
freut sich über gute Geschäfte: Die einst schwer angeschlagene Citigroup
verbuchte im ersten Quartal unterm Strich einen Gewinn von 2,9 Milliarden Dollar - und damit fast so viel wie ein Jahr zuvor. Das größte Institut, JPMorgan Chase
, hat zwischen Januar und März 5,4 Milliarden Dollar verdient, die bei Privatkunden starke Wells Fargo
brachte es auf 4,3 Milliarden Dollar.
In Europa beginnt die sogenannte Berichtssaison etwas später: Die Deutsche Bank
ist am 26. April an der Reihe, die Commerzbank
folgt am 9. Mai.
cla/dpa/AP
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