Hamburg - Samsung, Baidu, Motorola: In der IT-Branche haben gleich mehrere Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt. Während Apple gigantische Gewinne mit seinem iPhone einfährt, verliert der Rivale Motorola Mobility anhaltend Geld. Trotz eines boomenden Smartphone-Geschäfts verlor das Unternehmen im dritten Quartal 32 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar, wie Motorola am Donnerstag bekanntgab.
Die Zahl der verkauften Handys stieg auf 11,6 Millionen Stück, darunter waren 4,8 Millionen der teuren und damit für den Hersteller besonders lukrativen Smartphones. Zum Verhängnis wurden Motorola vor allem die hohen Kosten für die Entwicklung neuer Modelle.
Es dürfte eines der letzten Male gewesen sein, dass Motorola als eigenständiges Unternehmen seine Geschäftszahlen vorlegt. Der Internetkonzern Google will das Branchenurgestein für 12,5 Milliarden Dollar schlucken, Wettbewerbshüter und Motorola-Aktionäre müssen noch ihr Okay geben.
Samsungs Gewinn sinkt
Stärker als Motorola profitierte Samsung vom Smartphone-Boom. Die Mobilfunksparte steuerte im dritten Quartal mehr als die Hälfte des operativen Gewinns bei. Wegen der schwächeren Entwicklung bei Unterhaltungselektronik sank der Konzerngewinn dennoch um 23 Prozent auf umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro. Der Umsatz stiegt dagegen um drei Prozent auf rund 26,3 Milliarden Euro.
Mit dem Absatz von knapp 28 Millionen Smartphones überholte Samsung nach Stückzahlen das iPhone von Apple, von dem in den vergangenen drei Monaten gut 17 Millionen Geräte verkauft wurden.
Baidus Gewinn schießt in die Höhe
Einen wahren Boom erlebte Baidu. Das chinesische Suchmaschinenunternehmen hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal um fast 80 Prozent steigern können. Der Gewinn lag demnach in den drei am 30. September zu Ende gegangenen Monaten bei 295 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 85,1 Prozent auf 654,7 Millionen Dollar.
Die Werbe-Ausgaben großer Kunden hätten die Erwartungen übertroffen, hieß es. Der Umsatz werde auch weiter deutlich siegen erklärte Baidu. Im laufenden Quartal sei mit einer Steigerung um bis zu 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen, hieß es.
ssu/dapd/dpa-AFX
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