Medienberichte Ivanka Trump schließt ihre Modefirma

Ivanka Trump gibt US-Medienberichten zufolge ihre Modemarke auf. Das Unternehmen soll demnach "so schnell wie möglich" geschlossen werden - die Tochter des US-Präsidenten begründete den Schritt mit ihrer politischen Karriere.

Ivanka Trump
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ivanka Trump


Ivanka Trump zieht sich offenbar aus dem Modegeschäft zurück. Das berichten das "Wall Street Journal" und weitere US-Medien. Demnach soll es die nach ihr benannte Modemarke "Ivanka Trump" zukünftig nicht mehr geben. Laut der Zeitung "New York Post" soll das Unternehmen "so schnell wie möglich" geschlossen werden. Die Mitarbeiter wurden demnach bereits über ihre Entlassung informiert.

Ivanka Trump begründete ihre Entscheidung laut dem "Wall Street Journal" mit ihrer politischen Karriere. "Nach 17 Monaten in Washington weiß ich nicht, ob ich noch einmal in die Geschäftswelt zurückkehre", zitiert "WSJ" Trump. Zudem habe sie die Firma mit Restriktionen belegen müssen, die es der Marke unmöglich gemacht hätten, international zu expandieren.

Als sie vor rund einem Jahr einen Posten im Weißen Haus übernahm, gab Ivanka Trump bereits alle geschäftlichen Posten bei der Modefirma auf, Eigentümerin blieb sie jedoch weiterhin. Die Marke war während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016 im Trend, im letzten Jahr hat sie jedoch wegen der politischen Aktivität ihrer Namensgeberin und dessen Vater immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen.

So nahm die Handelskette Nordstrom die Markenkollektion aus dem Sortiment. Daraufhin bezichtigte US-Präsident Donald Trump die Firma, seine Tochter "unfair zu behandeln". Kellyanne Conway, Beraterin des Präsidenten, geriet in die Kritik, weil sie die Bevölkerung in einer TV-Sendung dazu aufforderte, "Ivanka-Sachen" zu kaufen.

Im Video: Trump kritisiert Nordstrom

REUTERS

Nordstrom hatte die Entscheidung damit begründet, dass sich die Kollektion nicht mehr verkaufe. Auch die Sears-Holding nahm die Marke wenig später aus dem Sortiment. Die sinkenden Verkaufszahlen wurden immer wieder mit Boykott-Aufrufen verschiedener Anti-Trump-Organisationen in Verbindung gebracht.

ans/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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sven2016 24.07.2018
1.
Fast alle Trump-Unternehmen sind im letzten Jahr in die Miesen gegangen. Die von den Söhnen geführten Teile der trump.org haben ihre Grundsteuertermine verpasst und mussten deswegen bisher 61.000 Dollar Strafe bezahlen. Privatleute wären dafür ins Gefängnis gegangen. Der geschäftliche Teil ist nicht besser organisiert als der politische. Und jetzt, da die Mafiahelfer vorsichtig sein müssen, bricht die Hilfe weg.
betaknight 24.07.2018
2. Nennen wir das Kind beim Namen
Wenn das Motto 'America First' ist und man dann seine Produkte in China herstellen lässt, kommt dies nicht unbedingt gut an.
C.Rainers 24.07.2018
3. Ehrlich jetzt
Die Sprecherin des Präsidenten fordert die Leute auf die Sachen der Präsidententochter zu kaufen? Was für eine Schmierenkommödie, die die Amis da mit der klebrigen Kleptokratensippe an der Spitze aufführen.
dwg 24.07.2018
4. Ogottogott
"...die Tochter des US-Präsidenten begründete den Schritt mit ihrer politischen Karriere." Wird jetzt die Dynastie begründet? Ich mach mir ja (noch) vorsichtige Hoffnung, daß der Spuk mit den Midterms zumindest eingedämmt wird.
kdknmh 24.07.2018
5. Nicht nur keine Käufer
Bekanntlich lässt sie die Klamotten in China fertigen. Papas Importzölle macht ihr den Garaus.
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