Wirtschaft


Gewinneinbruch 2012: Metro kürzt Dividende

Der Gewinn des Handelskonzerns Metro ist im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen: Der schwache Konsum in den EU-Krisenländern und der Unternehmensumbau drückten das Ergebnis um fast die Hälfte. Die Aktionäre gehen deshalb zwar nicht leer aus, bekommen aber eine kleinere Dividende.

Metro-Einkaufswagen in Berlin: Gewinneinbruch 2012Zur Großansicht
REUTERS

Metro-Einkaufswagen in Berlin: Gewinneinbruch 2012

Düsseldorf - Der Handelsriese Metro hat 2012 einen drastischen Gewinneinbruch verzeichnet: Durch die schwache Kauflaune in EU-Krisenländern, umfangreiche Preissenkungen und hohe Umbaukosten brach das Konzernergebnis vor Steuern von knapp 1,5 Milliarden Euro auf 810 Millionen Euro ein. Das entspricht einem Rückgang um 45 Prozent, wie die Metro AG am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Weniger hatte der größte deutsche Handelskonzern vor Steuern zuletzt 2001 verdient.

Die Dividende wird um mehr als ein Viertel niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Kürzung trifft vor allem das Familienunternehmen Haniel, das ungefähr 30 bis 35 Millionen Euro weniger von seiner wichtigsten Beteiligung Metro erhalten dürfte. Die Metro AG verwies dabei auf die umfangreichen Veränderungen im Konzern. Die Großhandelstochter zog sich bereits aus Großbritannien zurück.

Außerdem wurde für den Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der Supermarkttochter Real und den geplanten Rückzug der Elektroniktochter Media-Saturn aus China vorgesorgt. Daneben wurden Strukturen gestrafft und Stellen gestrichen. In der Bilanz schlugen damit insgesamt Sonderfaktoren von 585 Millionen Euro negativ zu Buche. Im Vorjahr waren die Sonderfaktoren nur halb so hoch. Zur Metro AG gehört außerdem die Warenhauskette Kaufhof.

In etlichen Ländern Europas drückten nach früheren Angaben die steigende Arbeitslosigkeit und der Sparkurs der Regierungen auf die Kauflaune. Größte Baustelle des Konzerns sind die Elektronikketten Media Markt und Saturn, die ihre Online-Geschäfte ausbauen und mit den Läden vor Ort verzahnen. Sie hatten dem Internettrend lange Zeit zugeschaut.

Im vergangenen Jahr war die Metro AG wegen einer schlechten Kursentwicklung der Stammaktien aus der ersten deutschen Börsenliga Dax in den Aktienindex mittelgroßer Werte, MDax, abgestiegen.

nck/dpa

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Aber Hallo weltweit tätig und diese Zahlen ! Metro 290ooo Angestellte / 34Mrd Umsatz und solch mikrige Ergebnisse Dagegen sind ja die 2 fast nur in der Schweiz tätigen"Lädeli Genossenschaften" geradezu Riesen [...]
Aber Hallo weltweit tätig und diese Zahlen ! Metro 290ooo Angestellte / 34Mrd Umsatz und solch mikrige Ergebnisse Dagegen sind ja die 2 fast nur in der Schweiz tätigen"Lädeli Genossenschaften" geradezu Riesen und Cashkühe ;-) Coop 75ooo Angestellte / 24,2Mrd Umsatz / Gewinn 614Mio Migros 86ooo Angestellte / 20Mrd Umsatz / Gewinn 617Mio Diese 2 Genossenschaften mit 161ooo Angestellten machen über 44Mrd Umsatz und trotz des reinvestierens der Gewinne "Genossenschaft" bleiben noch 1,2Mrd übrig. Massiv-Stellenabbau und Umstrukturierung/Ausschlachtung ist bei Metro von Nöten, selbst im Schweizer Haushaltselektronik-Bereich kammen Sie nie an Coop, Migros und den übrigen Web-Händlern nicht ran und mussten die Saturne schliessen.
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  • Freitag, 01.03.2013 – 16:55 Uhr
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