Jahresbilanz: Konjunkturkrise lässt Metros Umsatz bröckeln

Die Metro muss wegen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise sinkende Erlöse hinnehmen. Der Umsatz des Handelsriesen ist laut vorläufigen Zahlen 2009 um 3,6 Prozent geschrumpft. Konzernchef Cordes hält die Jahresbilanz dennoch für "insgesamt zufriedenstellend".

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dpa

Metro-Chef Cordes: "Zufriedenstellendes Jahr"

Düsseldorf - Die Konjunktur ist 2009 so stark eingebrochen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht: um schätzungsweise fünf Prozent. Angesichts solcher Verwerfungen übt sich Eckhard Cordes in Bescheidenheit.

Sein Konzern Metro im vergangenen Jahr zwar Umsatzeinbußen verzeichnet. Die Erlöse sanken um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro, wie der Einzelhandelsriese am Dienstag auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Währungsbereinigt jedoch liegt der Umsatz leicht über dem Vorjahreswert. So gesehen sei 2009 ein "insgesamt zufriedenstellendes Jahr" für die Metro-Gruppe gewesen, sagte Cordes. Das Unternehmen habe im "beispiellosen Krisenjahr" seine Marktposition in vielen Ländern weiter ausgebaut.

2009 eröffnete Metro den Angaben zufolge weltweit 80 neue Standorte. Die Zahl der Neueröffnungen solle im laufenden Jahr deutlich steigen. Man setze weiter auf Wachstum, teilte der Konzern mit; das Investitionsbudget werde von 1,6 Milliarden auf rund 1,9 Milliarden Euro erhöht.

Die Rahmenbedingungen bleiben allerdings auch 2010 schwierig. denn nicht auf allen Märkten steuert die Metro gleich gut durch die Krise. In Osteuropa verzeichnete der Konzern einen regelrechten Umsatzeinbruch. Die Erlöse sanken um 12,8 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Hierfür seien neben dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld vor allem negative Wechselkurseffekte verantwortlich, hieß es. Auch in Deutschland sei der Umsatz um 0,6 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro zurückgegangen.

Nach Vertriebsmarken verzeichnete die Großhandelssparte Metro Cash & Carry die höchsten Umsatzeinbußen. Die Real-Märkte und die Warenhäuser Galeria Kaufhof erreichten das Niveau des Vorjahres ebenfalls nicht. Dagegen legten die Elektrofachmärkte Media Markt und Saturn zu.

Die Metro-Gruppe ist nach eigenen Angaben in 33 Ländern an rund 2100 Standorten tätig und beschäftigt rund 300.000 Mitarbeiter. Die endgültigen Zahlen für 2009 will das Unternehmen am 23. März vorlegen. Zum Ergebnis hieß es am Dienstag lediglich, es werde mit einer Entwicklung im Rahmen der Markterwartungen gerechnet.

ssu/dpa/ddp

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