New York - Ein Milliardenschwerer Spekulationsverlust hat für JP Morgan immer mehr unangenehme Folgen. Die US-Bank setzt bis auf weiteres sein Aktienrückkaufprogramm aus. Das kündigte Konzernchef Jamie Dimon am Montag bei einer Investorenkonferenz an. Die Bank halte aber weiter an der Ausschüttung einer Quartalsdividende fest.
JPMorgan hatte noch im März den Rückkauf von eigenen Aktien für bis zu 15 Milliarden Dollar angekündigt. Das treibt gewöhnlich den Kurs. Parallel hatte Amerikas größte Bank die Quartalsdividende um 5 Cent auf 30 Cent angehoben. Ab April liefen allerdings hohe Verluste bei Finanzwetten auf, zuletzt hatte JPMorgan von zwei Milliarden Dollar gesprochen, und es dürfte nach Dimons Worten noch mehr werden.
Angesichts der fehlgeschlagenen Zockereien steht JPMorgan seit Tagen in den Schlagzeilen. So berichtete das "Wall Street Journal" am Montag, der für die Risikokontrolle der Investmentabteilung zuständige Mitarbeiter habe nicht nur wenig Erfahrung gehabt, sondern auch in seiner Zeit als Wertpapier-Händler hohe Verluste eingefahren. Die Bank selbst äußerte sich nicht zu den Angaben.
Die amerikanische Finanzaufsicht CFTC bestätigte derweil, Ermittlungen gegen JP Morgan aufgenommen zu haben. Die Aktie der Bank verlor zwei Prozent.
ssu/dpa-AFX/Reuters
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