Sparkurs: JP Morgan streicht bis zu 4000 Stellen

Stellenkürzungen trotz Milliardengewinn: Die US-Großbank JP Morgan will bis zu 4000 Stellen abbauen. Dabei will das Unternehmen vor allem frei werdende Posten nicht wieder besetzen.

New York - Die US-Großbank JP Morgan Chase verschärft ihren Sparkurs. Das Kreditinstitut kündigte an, dieses Jahr 3000 bis 4000 Stellen im Privatkundengeschäft zu streichen. Das entspricht in etwa 1,5 Prozent der gesamten Belegschaft von knapp 259.000 Personen. In den Filialen beschäftigt das zuletzt noch expandierende und prächtig verdienende Geldhaus 63.500 Mitarbeiter.

Eine Sprecherin erklärte, die Bank wolle vor allem die natürliche Fluktuation nutzen. Frei werdende Stellen sollen also nicht wieder besetzt werden. Der Konzern will seine Kosten 2013 um eine Milliarde Dollar drücken. Das Management hatte zuletzt betont, ein Gewinnpotential von 27,5 Milliarden Dollar zu haben. Vergangenes Jahr verdiente die Bank vor bilanziellen Sonderfaktoren knapp 22 Milliarden Dollar.

JP Morgan Chart zeigen hat gut 5600 Filialen und damit das zweitgrößte Netz in den USA nach Wells Fargo Chart zeigen. Obwohl Konkurrenten wie die Bank of America Chart zeigenim Privatkundenbereich auf dem Rückzug sind, hatte JP Morgan es zuletzt noch ausgebaut. Jetzt soll allerdings mehr Wert auf Rentabilität gelegt werden. Insidern zufolge wird auch die Investmentbank Goldman Sachs diese Woche einen weiteren Jobabbau verkünden. Betroffen sei vor allem der Aktienhandel, hieß es.

cte/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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1. alles in Allem ..
linus65 26.02.2013
Zitat von sysopStellenkürzungen trotz Milliardengewinn: Die US-Großbank JP Morgan will bis zu 4000 Stellen abbauen. Dabei will das Unternehmen vor allem frei werdende Posten nicht wieder besetzen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/jp-morgan-streicht-bis-zu-4000-stellen-a-885757.html
entäuschend - Bei unter 30 Mrd. Verdienst sollten mindestens 40000-50000 freigestellt werden. Die Gewinndynamik käme sonst sehr schnell in Gefahr. Es zeigt sich wieder einmal, dass hier linke Ansätze wie Personalabbau bei natürlicher Fluktuation nur schaden und in einer gesunden Unternehmenskultur nichts zu suchen haben. Vorrang sollten immer die Interessen der Eigentümer bzw. Leistungsträger haben.
2. That's the system
ks82 26.02.2013
Zitat von sysopStellenkürzungen trotz Milliardengewinn: Die US-Großbank JP Morgan will bis zu 4000 Stellen abbauen. Dabei will das Unternehmen vor allem frei werdende Posten nicht wieder besetzen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/jp-morgan-streicht-bis-zu-4000-stellen-a-885757.html
Die machen doch alles richtig: Gewinn maximieren, Kosten minimieren, Profit privatisieren. Und wenn das jeder so macht, dann geht es allen prima und globaler Wohlstand bricht aus. Wer schlecht Luft bekommt, einfach mal die Nase zuhalten, hilft doch auch. Und da noch kein globaler Wohlstand ausgebrochen ist, muss noch weiter Gewinn maximiert und die Kosten minimiert werden. Ab und an noch eine Privatisierung als Wohlstandsbeschleunigung und das goldene Zeitalter kann kommen.
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