Käfigeier EU verklagt Italien und Griechenland

Seit 2012 sind Käfigeier in der Europäischen Union verboten. In Italien und Griechenland gibt es sie aber immer noch. Nun kündigt die Europäische Kommission Klagen gegen die beiden Länder an.

Legehennen: In Italien und Griechenland gibt es immer noch Käfighaltung
DPA

Legehennen: In Italien und Griechenland gibt es immer noch Käfighaltung


Brüssel - Die Geduld der EU-Kommission mit Italien und Griechenland beim Thema Käfigeier hat ein Ende: Weil in den beiden Staaten noch immer Legehennen in engen Käfigen gehalten werden, kündigte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof an. Seit dem Jahresbeginn 2012 ist die Käfighaltung von Legehennen in allen EU-Ländern verboten.

Die Entscheidung war bereits 1999 getroffen worden. "Griechenland und Italien hatten zwölf Jahre Zeit, um einen reibungslosen Übergang zum neuen System sicherzustellen und die Richtlinie umzusetzen", begründete die EU-Kommission die Klage vor dem Gerichtshof in Luxemburg. Die Brüsseler Wettbewerbshüter sehen Unternehmen, die in einen Umbau ihrer Hühnerställe investiert haben, im Nachteil gegenüber den Herstellern, die ihre Hennen noch immer in den verbotenen Käfigen halten.

cte/AFP

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insgesamt 12 Beiträge
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mr1978 25.04.2013
1.
Zitat von sysopDPASeit 2012 sind Käfigeier in der Europäischen Union verboten. In Italien und Griechenland gibt es sie aber immer noch. Nun kündigt die Europäische Kommission Klagen gegen die beiden Länder an. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kaefigeier-eu-verklagt-italien-und-griechenland-a-896549.html
und dann? Geldstrafe? Zu entrichten von weiteren Geldern der EU? Oder wie?
antonraum 25.04.2013
2. Ein nachhaltiges Europa kann nur dann funktionieren...
...wenn sich alle auch an die Spielregeln halten. Tierschutz, Umweltschutz und viele andere Dinge müssen endlich einheitlich in der EU umgesetzt werden. Leider hinken aber auch wir Deutschen in einigen Punkten hinerher. Umso besser ist es, dass die Augen nicht mehr verschlossen werden, sondern endlich vereinbarte Richtlinien durchgesetzt werden. Weiter so!
Privatier 25.04.2013
3. Das wird in die nächsten unverschämten Geld-Forderungen an Deutschland eingebaut
Zitat von mr1978und dann? Geldstrafe? Zu entrichten von weiteren Geldern der EU? Oder wie?
Und nicht auszuschließenderweise und wie bereits gut geübt wird die Dringlichkeit der Geld-Übergabe noch mit wüsten Nazi-Diffamierungen unterstrichen. Kein Bonze in Brüssel wird auf das Straf-Geld warten müssen - und woher die aus Europa herausgepresste Mittel stammen, hat dort noch niemals irgend jemanden interressiert.
option@l 25.04.2013
4. Praktisch
Können wir für Griechenland gleich direkt an die EU überweisen? Dann versickert das Geld nicht in Athen. Italien hat ja noch etwas Geld übrig. Apropos...hübsches Foto. Ich dachte, daß Problem dieser Käfige wäre, daß die Hühner sich die Federn ausreißen...
kwik-e-mart 25.04.2013
5. Da lacht der Tassos
und sagt schal: "Raus die Kohle, Michel, zahl! Spendierst doch auch die and're Zeche, auf die Taschen, hurtig, bleche!"
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