Milliardendeal Nestlé übernimmt Handelsgeschäft von Starbucks

Nestlé will künftig Produkte von Starbucks verkaufen. Der Schweizer Lebensmittelriese ließ sich die Lizenz umgerechnet rund sechs Milliarden Euro kosten.

Starbucks-Reklametafel
DPA

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Der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé zahlt 7,15 Milliarden Dollar (knapp sechs Milliarden Euro) für die Lizenz, Produkte der US-Kaffeehauskette Starbucks weltweit zu vermarkten. Mit dieser Vereinbarung wolle Nestlé weiter wachsen, vor allem in Nordamerika, teilte das Unternehmen am Montag mit. Nestlé ist selbst mit den Kaffeemarken Nescafé und Nespresso im Geschäft.

Nestlé verspricht sich von dem Zukauf eine Stärkung seines Geschäfts in Nordamerika. Beide Unternehmen wollen zudem bei der Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte zusammenarbeiten. Die Starbucks-Sparte kommt auf einen Jahresumsatz von zwei Milliarden US-Dollar. Ausgenommen von der Vereinbarung sind Fertiggetränke sowie der Verkauf sämtlicher Produkte in Starbucks-Cafes.

"Dieser Zusammenschluss im globalen Kaffeegeschäft wird durch die Reichweite und den Ruf von Nestlé das Starbucks-Erlebnis Millionen weiteren Menschen weltweit nahebringen", erklärte Starbucks-Chef Kevin Johnson in bestem Marketing-Sprech.

Aus Sicht von Nestlé-Chef Mark Schneider bedeutet das Geschäft einen bedeutenden Schritt für das Kaffeegeschäft des Lebensmittelriesen. "Es ist die größte der schnell wachsenden Produktkategorien von Nestle." Mit Starbucks, Nescafé und Nespresso führe das Unternehmen drei "herausragende Marken der Kaffeewelt" zusammen. Beide Unternehmen genössen weltweite Anerkennung für ihre verantwortungsbewusste und nachhaltige Beschaffung von Kaffee.

mik/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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propraopinio 07.05.2018
1. Nestlé - verantwortungsbewusst und nachhaltig ...
... ah ja, klar, das Vorzeigeunternehmen in diesem Bereich :)).
zgembozabuslic 07.05.2018
2.
Sobald ich "Nestlé" oder "Starbucks" höre, muss ich sofort an Plastikmüll, verarmte Bauern in Südamerika und schlecht bezahlte Minijobber im Westen denken. Wie man trotz schlechten Images, Becher Kaffee für 5? und Flasche Wasser für 2? milliardenfach verkaufen kann, das wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben.
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