Verspätete Ernte Kartoffeln kosten so viel wie seit Jahrzehnten nicht

Der kalte und nasse Winter verzögerte die Aussaat, die gestiegene weltweite Nachfrage tut ihr Übriges: Die Kartoffelpreise sind in den vergangenen Wochen rasant gestiegen.

Kartoffeln: Neue Ernte läuft erst jetzt langsam an
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Kartoffeln: Neue Ernte läuft erst jetzt langsam an


Bonn/Halle - Kartoffeln sind wegen einer verspäteten Ernte deutlich teurer geworden. "Die Preise sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht", sagte Marktanalyst Christoph Hambloch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft der "Mitteldeutschen Zeitung". So würden die Erzeugerpreise für Frühkartoffeln bei 65 Euro pro 100 Kilogramm liegen. Vor einem Jahr lagen sie zu dieser Zeit bei 25 Euro.

Alarmierend ist auch der Anstieg der Preise in den letzten Wochen. Noch Anfang Mai lagen die Preise zwischen 28 und 30 Euro je 100 Kilogramm. Der Anstieg findet inzwischen auch seinen Widerhall an der Gemüsetheke im Supermarkt. Nach AMI-Erhebungen kostete ein Kilogramm Kartoffeln Ende Juni im Schnitt 1,42 Euro - 50 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Der Grund: Wegen des kalten und nassen Wetters im Frühjahr wurden die Knollen verspätet gepflanzt. Die Ernte läuft jetzt erst an. Auch die Missernten in anderen Ländern tragen ihren Teil zu den Preissteigerungen bei. Hamblock rechnet jedoch damit, dass die Preise in den nächsten Wochen sinken, wenn mehr Kartoffeln auf den Markt kommen.

mik/dpa



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