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Kambodscha: Hunderte Arbeiter bei H&M-Zulieferer zusammengebrochen

Hitze, Enge, schlechte Luft: Unter solchen Bedingungen fertigen Arbeiter in Kambodscha Kleidung für westliche Modekonzerne. Nun sind zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Hunderte von ihnen zusammengebrochen. Zuvor sollen sie über einen "komischen Geruch" geklagt haben.

Erste Hilfe: Zusammengebrochene Textil-Arbeiterinnen im Juli in Phnom Penh Zur Großansicht
REUTERS

Erste Hilfe: Zusammengebrochene Textil-Arbeiterinnen im Juli in Phnom Penh

Phnom Penh - Erneut sind in einer Textilfabrik in Kambodscha Hunderte von Arbeitern zusammengebrochen. Fast 300 Beschäftigte eines Zulieferers der Bekleidungskette H&M seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Polizei in der Provinz Kampong nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit.

Am Mittwoch bereits seien 85 Arbeiter ohnmächtig geworden und hätten Medikamente bekommen müssen, am Donnerstag dann weitere 198 Beschäftigte, sagte Vize-Polizeichef Ly Vireak . Alle seien aber bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Die Ursache des Vorfalls werde nun untersucht. Gewerkschaftsvertreter Chea Mony sagte, einige der insgesamt 4600 Arbeiter hätten sich kurz vor dem Zusammenbruch über einen "komischen Geruch" beschwert.

Erst im Juni hatten bei einem Zulieferer von Puma Chart zeigen mehrere hundert Arbeiter über Übelkeit und Benommenheit geklagt. Puma hatte lange Arbeitszeiten und eine Reihe von Verstößen gegen Gesundheitsbestimmungen verantwortlich gemacht.

Die Textilindustrie zählt zu Kambodschas wichtigsten Wirtschaftszweigen. Sie beschäftigt mehr als 300.000 Menschen, zumeist Frauen. Immer wieder erleiden Arbeitskräfte Schwächeanfälle, als häufigste Ursachen gelten der schlechte Gesundheitszustand der Frauen sowie die mangelnde Belüftung der Fabriken.

stk/AFP

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insgesamt 71 Beiträge
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1. ^^
JacksonBlood 25.08.2011
aber hauptsache, dass coole Trägershirt in S für Plastic-Girlie in pink kostet nur 7,99€!
2. Boykott
kuac 25.08.2011
Zitat von sysopHitze, Enge, schlechte Luft: Unter solchen Bedingungen fertigen Arbeiter in Kambodscha Kleidung für westliche Modekonzerne. Nun sind zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Hunderte von ihnen zusammengebrochen. Zuvor sollen sie über einen "komischen Geruch" geklagt haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,782397,00.html
Wenn die Deutschen nur für einen Tag aus Protest die H&M Märkte boykottieren würden, würde so etwas nicht mehr vorkommen. Der freie Markt reguliert sich selbst nicht.
3. sollen
erbseneintopf, 25.08.2011
Zitat von sysopHitze, Enge, schlechte Luft: Unter solchen Bedingungen fertigen Arbeiter in Kambodscha Kleidung für westliche Modekonzerne. Nun sind zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Hunderte von ihnen zusammengebrochen. Zuvor sollen sie über einen "komischen Geruch" geklagt haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,782397,00.html
sollen sich die Schweden bitte darüber aufregen..ist Ihr Konzern...oder müssen wir Deutsche alles auf der Welt kommentieren bzw. kritisieren ?
4. Zusammenbruch der Käufer
pete1812 25.08.2011
Wahrscheinlich interessiert das in Deutschland erst jemanden, wenn die ersten 100 Käufer in den Filialen von H&M zusammengebrochen sind. Vielleicht bricht dann auch mal der Umsatz für solche Unternehmen, die unter solchen Bedingungen produzieren lassen, zusammen.
5. ko aufschdand, koa gschrei!
anders_denker 25.08.2011
so - gleich kommen wieder die gutgemeinten ratschläge anderswo zu kaufen. was das uns inzwischen anerzogene gutmenschentum dabei vermissen lässt. auch in europa waren es die forderungen der massen, die final politisch und wirtschaftlich für änderungen sorgten. nicht ermahnungen, boykott oder sonstiger druck von aussen führen zu veränderung, sondern von innen kommender wille dazu.
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