Kampf um Yahoo Investoren wollen 25 Milliarden Dollar bieten

Wer darf Yahoo kaufen? Offenbar erwägt eine Investorengruppe um das chinesische Unternehmen Alibaba ein Übernahmeangebot. Das Konsortium will angeblich 25 Milliarden Dollar für den einstigen Internetpionier zahlen. Ist die Offerte erfolgreich, wäre der Softwarekonzern Microsoft erneut gescheitert.

Yahoo-Zentrale im kalifornischen Sunnyvale: Der Internetpionier steht zum Verkauf
AP

Yahoo-Zentrale im kalifornischen Sunnyvale: Der Internetpionier steht zum Verkauf


New York - Die Zukunft von Yahoo könnte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Nach Berichten der Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters wird eine Komplettübernahme durch eine Gruppe von Investoren um den chinesischen Partner Alibaba immer wahrscheinlicher. Die Planungen seien fortgeschritten, meldete Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Alibaba habe die Finanzierung bereits vorbereitet, sei jedoch noch nicht an Yahoo herangetreten.

Den Berichten zufolge sind an dem Investorenkonsortium neben Alibaba die US-Finanzinvestoren Blackstone Chart zeigen und Bain Capital sowie das japanische Unternehmen Softbank beteiligt. Sie wollen angeblich mehr als 25 Milliarden Dollar für Yahoo Chart zeigen bieten. Die Yahoo-Aktie legte im nachbörslichen Handel um sechs Prozent zu.

Von Yahoo war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Ein Sprecher von Alibaba wollte die Informationen weder bestätigen noch dementieren: "Alibaba hat noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob es sich an einer Offerte für eine vollständige Übernahme von Yahoo beteiligen will."

Laut US-Medienberichten beschäftigt sich der Yahoo-Verwaltungsrat noch mit weiteren Angeboten. Es gebe noch keine Entscheidung, auf welche Seite sich das Unternehmen letztlich schlage. Zuletzt war auch über ein Interesse des Softwarekonzerns Microsoft berichtet worden, der gemeinsam mit dem Finanzinvestor Silver Lake in Yahoo investieren könnte. Microsoft Chart zeigen hatte 2008 schon einmal versucht, Yahoo zu übernehmen, war damals aber gescheitert.

Heute arbeiten Microsoft und Yahoo bei der Internetsuche zusammen. Auch mit dem chinesischen Unternehmen Alibaba ist Yahoo bereits eng verknüpft: Yahoo gehören 40 Prozent an der Handelsplattform. Die Beteiligung gehört zu dem Wertvollsten, das der Internet-Pionier zu bieten hat: Der Wert des Anteils wird auf bis zu 13 Milliarden Dollar geschätzt. Yahoo insgesamt war an der Börse zuletzt weniger als 17 Milliarden Dollar wert. Analysten gehen davon aus, dass das chinesische Unternehmen den Anteil bald zurückkaufen will.

Yahoo steckt seit Jahren in der Krise. Der Internet-Pionier hatte im lukrativen Geschäft mit Onlinewerbung immer weiter an Boden verloren gegen den größeren Rivalen Google Chart zeigen. Gleichzeitig wird nach einem Nachfolger für die Anfang September gefeuerte Chefin Carol Bartz gesucht, die versucht hatte, den einst als Webverzeichnis gestarteten Konzern zum Anbieter von Medien-Inhalten umzubauen.

stk/dpa/Reuters



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Seite 1
ralf_si 01.12.2011
1. Alibaba
Wow, ich glaube nicht, dass Alibaba den bekanntgewordenen Betrug Anfang des Jahres bereits restlos ausräumen konnte. Wenn Alibaba fest bei yahoo im Sattel sitzen würde, ist die Suchmaschine komplett unbrauchbar.
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