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Kapitalnot Commerzbank verhandelt möglicherweise über Staatshilfe

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Kapitalbedarf von 5,3 Milliarden EuroZur Großansicht
REUTERS

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Kapitalbedarf von 5,3 Milliarden Euro

Braucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben. Das Finanzministerium dementiert.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank muss möglicherweise erneut verstaatlicht werden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, führt die Bundesregierung Gespräche über die Möglichkeit neuer Staatshilfen für das Institut. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Man strebe aber eine Grundsatzeinigung noch vor Weihnachten an, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Commerzbank Chart zeigen lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Finanzministerium dementierte den Bericht. Als Teilhaber der Commerzbank stehe die Bundesregierung in regelmäßigem Kontakt mit dem Institut. "Dieser geht jedoch nicht über einen Informationsaustausch hinaus", teilte ein Sprecher mit.

Fest steht: Die Commerzbank braucht dringend frisches Geld. Wie die europäische Bankenaufsicht EBA jüngst in dem von ihr durchgeführten Stresstest feststellte, fehlen dem zweitgrößten deutschen Geldhaus 5,3 Milliarden Euro. Die muss die Bank bis Mitte 2012 auftreiben, wenn sie die verschärften Eigenkapitalregeln erfüllen will.

Die EU-Staaten hatten auf ihrem vorletzten Gipfel Ende Oktober beschlossen, dass alle europäischen Institute bis Ende Juni kommenden Jahres eine Kernkapitalquote von neun Prozent erfüllen müssen. Als Kernkapital gelten Aktien und einbehaltene Gewinne. Durch den zusätzlichen Puffer sollen die Banken resistenter gegen Krisen werden.

Die Commerzbank hat bisher stets betont, das vorgegebene Ziel ohne weitere Staatshilfe erreichen zu wollen. "Wir haben weiterhin nicht vor, zusätzliche öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen", hatte Finanzchef Eric Strutz nach Veröffentlichung der Stresstestergebnisse in der vergangenen Woche gesagt. Darauf verwies nun auch ein Sprecher des Instituts.

Die Bank musste schon einmal vom Staat gerettet werden. Ende 2008 und Anfang 2009 erhielt sie insgesamt mehr als 18 Milliarden Euro. Einen Teil davon hat sie zurückgezahlt, doch noch immer ist der Bund mit 25 Prozent der Anteile größter Einzelaktionär.

stk/Reuters/dpa

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insgesamt 16 Beiträge
Inuk 12.12.2011
Die Comerzbank hat sich schamlos als erste Privatbank von Steinbrücks Rettungsschirm gleich zweimal bedient und nun verhandelt sie schon wieder. Nach wie vor gibt es in unserer Stadt die Ex Dresdner-Bank-Filiale und die [...]
Zitat von sysopBraucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben. Kapitalnot: Commerzbank verhandelt möglicherweise über Staatshilfe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803295,00.html)
Die Comerzbank hat sich schamlos als erste Privatbank von Steinbrücks Rettungsschirm gleich zweimal bedient und nun verhandelt sie schon wieder. Nach wie vor gibt es in unserer Stadt die Ex Dresdner-Bank-Filiale und die Commerzbank-Filiale, keine 50 m voneinander getrennt, in der Fußgängerzone. Die Kosten müssen enorm sein. Banken und Versicherungen, die in Glaspalästen in den Städten residieren, werden gerettet, während die Schulen, wo sich junge Menschen bilden und weiterentwickeln sollen, verfallen, weil kein Geld für die Gebäudesubstanz sowie Lehrer und Sozialarbeiter vorhanden ist. Deshalb, Rettungsgelder sinnvoll einsetzen. Lehrer erhalten keine Millionen-Boni.
JohnBlank 12.12.2011
Bin mal gespannt, ob man wieder die Bank rettet, und auf Einfluss durch die Rettungs trotzdem verzichtet. Spätenstens dann ist klar, dass die CDU FDP unfähig sind, die Demokratie zu verteidigen.
Zitat von sysopBraucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben. Kapitalnot: Commerzbank verhandelt möglicherweise über Staatshilfe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803295,00.html)
Bin mal gespannt, ob man wieder die Bank rettet, und auf Einfluss durch die Rettungs trotzdem verzichtet. Spätenstens dann ist klar, dass die CDU FDP unfähig sind, die Demokratie zu verteidigen.
andreasoberholz 12.12.2011
Die Bilanz der Coba war schon vor der Bankenkrise ein Desaster, und danach, wenn man eine Bilanzinterpretation gelesen hat, war sie nur noch ein großes Loch das mit Bilanztricks die schlimmsten Baustellen verstecken konnte. [...]
Zitat von sysopBraucht die angeschlagene Commerzbank erneut Geld vom Staat? Laut Nachrichtenagentur Reuters führt das Institut bereits intensive Gespräche mit der Bundesregierung. Noch vor Weihnachten solle es eine Einigung geben. Kapitalnot: Commerzbank verhandelt möglicherweise über Staatshilfe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803295,00.html)
Die Bilanz der Coba war schon vor der Bankenkrise ein Desaster, und danach, wenn man eine Bilanzinterpretation gelesen hat, war sie nur noch ein großes Loch das mit Bilanztricks die schlimmsten Baustellen verstecken konnte. Deshalb liebe Politik, man rettet nicht etwas was nicht zu Retten ist. Man wirft als gewiefter Kaufmann nicht gutes Geld schlechtem Geld hinterher. Laut Frau Merkel gibt es ja nun in DL Gesetze zur ordentlichen Abwicklung von Geldhäusern. Nun ist es an der Zeit diese Gesetze anzuwenden um den Verantwortlichen Bankern klar zu machen- Haftung und Risiko liegen in Eurer Hand; der Steuerzahler ist nicht mehr bereit für Eure Risiken gerade zu stehen, selbst wenn er einen möglichen Gewinn einfahren kann. Es ist dem Steuerzahler zu Riskant, in so ein Geschäft einzusteigen. Seht zu das ihr Insolvenz anmeldet, die Haftung endet vor eurer eigenen Tür. Im Übrigen gilt dies in Zukunft für alle Banken die sich zu viel Risiko auf die Schultern laden.....die Politik ist nicht dazu da ständig zu Retten, wir haben anderes zu tun.
Nunja, ein epischer Kampf um die Demokratie wird entbrennen, weil die Commerzbank Geld vom Staat leihen muss, um die ploetzlich vom Staat geschaffenen, voellig hirnrissigen Kapitalbedingungen zu erfuellen...... tja, banken [...]
Zitat von JohnBlankBin mal gespannt, ob man wieder die Bank rettet, und auf Einfluss durch die Rettungs trotzdem verzichtet. Spätenstens dann ist klar, dass die CDU FDP unfähig sind, die Demokratie zu verteidigen.
Nunja, ein epischer Kampf um die Demokratie wird entbrennen, weil die Commerzbank Geld vom Staat leihen muss, um die ploetzlich vom Staat geschaffenen, voellig hirnrissigen Kapitalbedingungen zu erfuellen...... tja, banken bashing ist halt in... Schamlos? Die Comba hat die Kredite mit Zins, weit ueber dem Marktzins, zurueckgezahlt. Der ach so arme Staat hat damit sicher keinen Verlust gemacht.Die Comba kann ihrem Spitzenpersonal nur noch 500 000 Euro zahlen, dafur bekommen sie keinen Topmanager mehr. Als EIgentuemer kann es dem Staat nicht recht sein, das er eine der von ihnen angesprochenen Filiallen dicht macht- schliesslich sollen die Menschen ja Lohn und Brot haben. Und gerettet werden in erster Linie sie und ich, die Angestellten der Comba und unser Wirtschaftssystem, unser Wohlstand, unser Staat und unsere Demokratie. Mit einem Kredit, auf den Zinsen zurueckfliessen. Wie oben angesprochen, die Comba ist einigermassen solide unterwegs, was sie jetzt zur Rettung zwingt ist eine Anforderung des Staates, der urploetzlich 2012 9% EK-Deckung verlangt. Aus keinem anderen Grund braucht die Comba Geld. Wirtschaftlich eine Horror Entscheidung. 1. setzt man den Banken einen Schrumpfungs Stimulus, den vergibt die Bank weniger Kredite, schrumpft die Bilanzsumme und somit sinkt das neu aufzutreibende EK. 2. damit macht man es der Wirtschaft schwerer, durch Wachstum aus der Krise zu kommen, den Kredite werden knapp (Berichte ueber Kreditklemme kusieren ja schon) 3. ist EK teurer als Fk, das belastet die Bilanzen der Banken noch mehr 4. schafft man eine weitere Verunsicherung an den Kapitalmaerkten Im Grunde ist die 9% Forderung nicht verkehrt, solange man den Banken genug Zeit gibt, diese zu erreichen. Die Banken koennen wunderbar Geld verdienen und die Wirtschaft in Schwung halten, wenn man sie nur das tun laesst was sie am besten koennen.Geld aufnehmen und Kredit ausgeben. Festgeschrieben dazu ein Gesetz, das vom Jahresueberschuss ein Grossteil in das EK fliessen muss, und voila, in 2-3 Jahren hat man die gewuenschten 9% Ek Deckung ohne die negativen Folgen. Aber sie haben ja alle Recht, es sind nur die boesen Banken, und die hoch verschuldeten Staaten und der schlecht konstruierte Waehrungsraum, die koennen echt garnix dafuer....
Unterthan 12.12.2011
Ich finde das echt auch unfair. Ständig schwärmen mir gierige Geizkrägen vor, dass sie bei der Commerzbank gebührenlos abheben können und 1% mehr für ihr Geld kriegen, und ich kann als dümmlicher Sparkassen-Kunde das dann zum [...]
Zitat von andreasoberholzIm Übrigen gilt dies in Zukunft für alle Banken die sich zu viel Risiko auf die Schultern laden.....die Politik ist nicht dazu da ständig zu Retten, wir haben anderes zu tun.
Ich finde das echt auch unfair. Ständig schwärmen mir gierige Geizkrägen vor, dass sie bei der Commerzbank gebührenlos abheben können und 1% mehr für ihr Geld kriegen, und ich kann als dümmlicher Sparkassen-Kunde das dann zum Schluss subventionieren. Das ist nicht meine Vorstellung von Solidarität. Wer den Hals nicht voll kriegen kann, soll gefälligst auch das Risiko des Verlusts tragen!!!
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Wer nicht bestanden hat
Bank Kapitalbedarf
Deutsche Bank 3,2 Milliarden Euro
Commerzbank 5,3 Milliarden Euro
WestLB 224 Millionen Euro
Nord/LB 2,49 Milliarden Euro*
Helaba 1,49 Milliarden Euro*
DZ Bank 353 Millionen Euro
Quelle: EBA

*Die Eba erkennt die Umwandlung von Stillen Einlagen in Kernkapital noch nicht an.







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