Warenhauskette in der Krise Karstadt-Mitarbeiter wollen bundesweit streiken

In Berlin sind alle dabei, auch in Hamburg und anderen Städten wollen sie auf die Straße: Die Mitarbeiter der kriselnden Warenhauskette Karstadt rufen für Freitag und Samstag zum Streik auf. Sie fordern von der Geschäftsführung ein klares Bekenntnis zum Fortbestand des Unternehmens.

Karstadt in Düsseldorf: Bundesweite Streiks für den Fortbestand
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Karstadt in Düsseldorf: Bundesweite Streiks für den Fortbestand

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Hamburg - Sie wollen endlich Sicherheit und dafür gehen sie auf die Straße: In ganz Deutschland wollen die Beschäftigten der kriselnden Warenhauskette Karstadt am Freitag und Samstag in einen Streik treten. Geplant ist, dass Mitarbeiter in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und weiteren Teilen Deutschlands von Freitagfrüh an ihre Arbeit niederlegen und damit gegen die fehlenden Zusagen des Managements protestieren.

"Wir versuchen seit Wochen von der Karstadt-Geschäftsführung eine klare Zukunftsperspektive zu bekommen", kritisiert man bei der Gewerkschaft Ver.di. Aber auch nach mehreren Verhandlungsrunden habe der Karstadt-Personalchef Kai-Uwe Weitz keine klare Aussage zu Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie zu einer erneuten Tarifbindung machen können.

Das Unternehmen hatte Ende Mai überraschend die Tarifbindung aufgekündigt, mit dem Hinweis, die anstehenden Lohnerhöhungen nicht zahlen zu können. Stattdessen wurde den Mitarbeitern ein sogenannter "Karstadt-Weg" vorgeschlagen, der allerdings weder konkretisiert wurde noch rechtsbindend wäre.

Das Unternehmen befindet sich seit Monaten in der Krise, die Umsätze bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Entgegen seinen anfänglichen Versprechungen hat Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen bisher kein eigenes Geld in das dringend modernisierungsbedürftige Unternehmen gesteckt. Dafür verkündete er Mitte September, die Mehrheit der Premium- und Sportgruppe an den österreichischen Immobilieninvestor René Benko verkauft zu haben.

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curti 24.10.2013
1. Soweit derartige.....
Zitat von sysopDPAIn Berlin sind alle dabei, auch in Hamburg und anderen Städten wollen sie auf die Straße: Die Mitarbeiter der kriselnden Warenhauskette Karstadt rufen für Freitag und Samstag zum Streik auf. Sie fordern von der Geschäftsführung ein klares Bekenntnis zum Fortbestand des Unternehmens. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/karstadt-mitarbeiter-wollen-bundesweit-streiken-a-929592.html
....Bekenntnisse seitens der GF überhaupt abgegeben werden, sind sie nicht mehr als Worthülsen. Dem "Menschenfreund" Berggruen ging und geht es um andere Dinge als das, was er selbst und andere Versallen vorgeben. Wer und was er wirklich ist: Mister Karstadt - ZDFinfo - ZDFmediathek - ZDF Mediathek (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1631260/)
Uwe S. 24.10.2013
2. Da hat man wohl. ..
...den Bock zum Gärtner gemacht. Ein bischen mehr Rechervhe hätte aufgedeckt, dass Bergegruen nichts anderes als ein Blünderer ist. Allerdings gut vernetzt mit Entscheidungstraägern wie Schröder und Co. :-(
vrdeutschland 24.10.2013
3. Naiv ?
Sollte mam wirklich dem nett lächelnden Berggruen geglaubt haben, daß er den gleichen Fehler wie Schickedanz macht ? Liebe Karstadt-Leute: bevor ihr wieder mit Trillerpfeifen und Transparenten und euren roten Müllsäcken durch die Städte zieht, nehmt Euch vorher noch 5 Minuten und schaut in Wikipedia nach den Finanzgeschäften des Hr. Berggruen nach: er kauft und verkauft seine Invests wie andere Gebrauchtwagen. Karstadt ist Rangiermasse und ihr seid die Bauern auf dem Schachbrett...
m.schrader 24.10.2013
4.
naja, die kaufhauskette ist einfach nicht mehr ueberlebendfaehig. man sollte dem langsamen sterben eigentlich ein schnelles Ende bereiten, durch konkurs. Die haben es in 10-12 Jahren nicht geschafft, das wird nichts mehr!
daldner 24.10.2013
5. jedes Mal, wenn ich
in die Verlegenheit komme, mal bei Karstadt (Wandsbek) einzukaufen, stosse ich überwiegend auf völlig unmotivertes und grob unfreundliches Personal, wenn man überhaupt mal jemanden findet. Anscheindend hat man dort den Servicegedanken nicht verinnerlicht oder man hat innerlich gekündigt. Wie auch immer: so wird das nichts mit Karstadt. Der Kunde geht einfach woanders hin.
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