Kartellverdacht EU-Kontrolleure durchsuchen europäische Strombörsen

EU-Behörden haben die Geschäftsräume von Betreibern mehrerer europäischer Strombörsen durchsucht. Sie sollen möglicherweise Kartellabsprachen getroffen haben. Konkrete Namen nannte die EU-Kommission nicht - die Leipziger EEX ist nach eigenen Angaben aber nicht betroffen.  


Brüssel/Paris - Der Verdacht lautet auf die Bildung eines Kartells: Europäische Kontrolleure haben bei Betreibern von Strombörsen in mehreren EU-Staaten unangekündigt Razzien durchgeführt. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Die Namen der betroffenen Handelsplätze sowie weitere Details gab die Kommission jedoch nicht bekannt, da noch die Unschuldsvermutung gelte. Sollte sich der Verdacht gegen die Betreiber der Strombörsen bestätigen, drohen Geldbußen bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Die deutsch-französische Strombörse Epex räumte ein, dass ihr Büro in Paris durchsucht wurde. Das bestätigte auch die Leipziger EEX, die Anteile an der Pariser Epex hält. Die EEX selbst sei allerdings nicht betroffen, weder in Leipzig, London noch in Brüssel.

Die Epex wurde 2008 von der EEX gemeinsam mit der französischen Powernext gegründet. In ihr haben die beiden Börsen ihr Spotmarkt-Geschäft gebündelt, bei dem Strom für den kurzfristigen Bedarf gehandelt wird. Auf ihrer Website bestätigte die Epex, sie unterliege derzeit einer Inspektion durch die EU-Wettbewerbshüter und arbeite mit den Behörden zusammen, um alle notwendigen Informationen zu liefern. Ein Sprecher erklärte, dass die Razzia vermutlich im Zusammenhang mit der Kooperation mit dem norwegischen Handelsplatz Nordpool Spot stehe.

fdi/dpa/Reuters



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insgesamt 2 Beiträge
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allereber 07.02.2012
1. Komische Razzien
Zitat von sysopEU-Behörden haben die Geschäftsräume*von Betreibern mehrerer europäischer*Strombörsen durchsucht.*Sie sollen möglicherweise Kartellabsprachen getroffen haben.*Konkrete Namen nannte die EU-Kommission nicht*- die Leipziger EEX ist nach eigenen Angaben aber nicht betroffen.** http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813941,00.html
Unangemeldet ? Wer es glaubt ist selig.
mitbestimmender wähler 07.02.2012
2. Norwegen/Schweiz bandeln sich seit Jahren zusammen in Sachen Energie
Überschüssige Energie verkaufen die Schweizer den Norwegern die es an der Strombörse feilbieten. Die haben ein schönes wechselndes WinWin System aufgegleist, tolle Wasserenergie-Anlagen und Speicherseen mit modernsten dafür bereitgestellte Infrastrukturen. Das Duo Schweiz, Norwegen möchte sehr gern das EU Mitglied Österreich mit ins Boot holen um stark im Zukünftigen Energiespeicher Markt Europas mitreden zu können.
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