Geplante Unabhängigkeit Spanische Börsenkurse fallen nach Katalonien-Votum

Das Unabhängigkeitsvotum des katalanischen Parlaments setzt die Aktienkurse unter Druck. Die Werte spanischer Banken sacken um mehr als drei Prozent ab.

Parketthandel in Madrid am Tag des Katalonien-Votums
ZIPI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Parketthandel in Madrid am Tag des Katalonien-Votums


Unruhe an den Finanzmärkten: Die Zuspitzung der Katalonienkrise lässt die Börsenkurse in Spanien fallen. Auch der Wechselkurs des Euro gibt nach - und die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen steigen.

Auslöser ist die Unabhängigkeitsbestrebung Kataloniens. Das Regionalparlament stimmte am Freitag mehrheitlich für einen Prozess zur Gründung eines unabhängigen Staats. Die Abgeordneten verabschiedeten in Barcelona eine Resolution über die Konstituierung "einer katalanischen Republik als unabhängigen und souveränen Staat", ohne eine Frist für die Ausrufung festzulegen.

Der spanische Aktienmarkt geriet daraufhin noch weiter unter Druck. Am späten Nachmittag fiel der Leitindex Ibex 35 um 1,73 Prozent auf 10.168,1 Punkte. Besonders stark betroffen waren spanische Bankenwerte. Der Bankenindex rutschte um bis zu 3,5 Prozent ab. Der Eurokurs weitete seine Verluste aus und fiel auf ein Tagestief von 1,157 Dollar. In der Nacht hatte er noch bei 1,165 Dollar gelegen.

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Anleihen des südeuropäischen Landes warfen Investoren ebenfalls aus ihren Depots. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatsanleihe stieg deshalb auf 1,59 Prozent. Das sind sieben Basispunkte mehr als am Vortag. Belastet wurden auch die Notierungen italienischer Anleihen.

Als sicher geltende deutsche Anleihen verbuchten hingegen leichte Gewinne. Gestützt von den jüngsten EZB-Beschlüssen, erklomm der Deutsche Aktienindex Dax einen historischen Höchststand von 13.249 Punkten.

apr/dpa-AFX/Reuters



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