Emirat Katar investiert in die Deutsche Bank

Katar verstärkt sein Engagement bei europäischen Banken. Laut "Financial Times" beteiligte sich das Emirat mit 100 Millionen Euro an der Kapitalerhöhung der Deutschen Bank. Katar nutze die Investitionen als Basis für Kooperationen.


London - Das Emirat Katar steckt Geld in europäische Banken. Die Investmentgesellschaft des schwerreichen arabischen Landes werde bis zu einer Milliarde Dollar in die zweitgrößte russische Bank VTB investieren, berichtet die "Financial Times". Zuvor habe die Beteiligungsgesellschaft Qatar Investment Authority (QIA) mit mehr als 100 Millionen an der 2,8 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank teilgenommen.

Keines der genannten Unternehmen habe die Informationen kommentiert, hieß es in dem Bericht. Sollten diese stimmen, baut Katar das Engagement bei europäischen Finanztiteln wieder aus. QIA hatte sich in der Finanzkrise bei der britischen Bank Barclays und dem Schweizer Institut Credit Suisse beteiligt. An den Briten halten sie etwas mehr als sechs Prozent - an der Schweizer Nummer zwei etwas mehr als fünf Prozent.

Wirtschaftlich hat sich für QIA vor allem die Beteiligung bei Barclays rentiert. Hier war Katar größtenteils im Herbst 2008 kurz nach der Lehman-Pleite der Retter in der Not und ließ sich das gut bezahlen. Zudem zog der Kurs der Aktie seitdem an. Anders sieht dies bei der Credit Suisse aus. An den Schweizern hatten sich die Araber zu Beginn der Finanzkrise Anfang 2008 beteiligt - seitdem ging der Kurs zurück.

Die Investmentgesellschaft sieht die Beteiligung dem Bericht zufolge aber nicht nur als reine Finanzinvestition, sondern nutzt sie auch als Basis für weitere Kooperationen und Partnerschaften. Dies funktioniere bei Barclays und der Credit Suisse gut.

cte/dpa-AFX

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