Wirtschaft

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Angeschlagene Handelskette

Kaufhof will 400 Stellen streichen

Kaufhof kommt nicht aus der Krise. Bis 2020 will das Unternehmen ein Viertel der rund 1600 Arbeitsplätze in der Kölner Konzernzentrale abbauen. Ein Kaufangebot von Karstadt-Eigner Signa lehnte die Handelskette derweil ab.

DPA

"Galeria Kaufhof" in Leipzig

Donnerstag, 08.02.2018   07:47 Uhr

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Sinkende Umsätze und rote Zahlen: Die Geschäfte der Warenkette Kaufhof laufen nicht so wie von den neuen kanadischen Eigentümern erhofft. Bis 2020 will das Unternehmen nun rund 400 der etwa 1600 Arbeitsplätze in der Kölner Konzernzentrale streichen. Der Stellenabbau solle aber sozialverträglich durch natürlich Fluktuation, Übergangsregelungen für ältere Mitarbeiter und Abfindungen erfolgen, kündigte der Konzern an.

Kaufhof-Chef Roland Neuwald sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", ein Personalabbau sei unumgänglich. Das Unternehmen brauche eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Derzeit seien die Kosten noch viel höher als bei den Wettbewerbern.

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Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Handelsriese angekündigt, mit der Gewerkschaft Ver.di über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung verhandeln zu wollen. Das Unternehmen erhofft sich durch Zugeständnisse der Mitarbeiter eine "finanzielle Atempause". Doch gab es bisher keine greifbaren Fortschritte in diese Richtung.

Neuwald warnte wohl auch deshalb im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung, sollte Ver.di beim Tarifvertrag für die 21.000 Beschäftigten nicht zu Einschnitten bei Lohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld bereit sein, seien weitere Jobs in Gefahr. "Dann müssen wir auf Sicht über Jobabbau in den Filialen sprechen. Wir brauchen die wirtschaftliche Atempause, um wieder Wasser unter den Kiel zu bekommen", sagte er der Zeitung. Neuwald betonte, bei des Sanierungsbemühungen müsse jeder einen Beitrag leisten: der Eigentümer, die Manager, die Mitarbeiter und auch die Lieferanten in Form von Preisnachlässen.

Offerte von Karstadt-Eigner abgelehnt

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Ein Verbund von Kaufhof und Karstadt unter einem Dach ist derweil wieder vom Tisch. Der kanadische Warenhauskonzern Hudson's Bay Company (HBC) will Kaufhof nicht an den österreichischen Karstadt-Eigentümer Signa verkaufen. Der HBC-Aufsichtsrat lehnte ein entsprechendes Signa-Angebot einstimmig ab.

Die Signa-Holding des Investors René Benko hatte rund drei Milliarden Euro für das deutsche Warenhausgeschäft von Kaufhof und andere Immobilien geboten. Die Aufsichtsräte befanden, dass das Angebot nicht im Interesse der HBC-Aktionäre sei. Es liege zum einen beträchtlich unter dem eigentlichen Wert des deutschen Geschäftes und damit verbundener Immobilien. Zum anderen äußerte das Gremium Zweifel an der Finanzierung des Angebots.

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