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Trotz Protesten: KFC eröffnet erste Filiale in Tibet

Die amerikanische Fast-Food-Kette KFC hat ihre erste Filiale in Tibet eröffnet - zur Freude vieler Kunden und zum Ärger des Dalai Lama. Das geistige Oberhaupt des Landes wirft dem Unternehmen Tierquälerei vor.

KFC-Filiale in Peking Zur Großansicht
REUTERS

KFC-Filiale in Peking

In der tibetischen Hauptstadt Lhasa hat die erste Filiale der US-Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) aufgemacht. Fotos in sozialen Netzwerken zeigten eine lange Menschenschlange, Blumenschmuck und einen roten Teppich vor dem Laden in einem Einkaufszentrum. "Als eingefleischter KFC-Fan hab ich eine Ewigkeit angestanden", schrieb ein Nutzer am Mittwoch. "Als ich zum ersten Mal an meinem Eishörnchen leckte, war mir zum Heulen zumute."

Buddhistische Gruppen hatten seit Dezember gegen die Eröffnung des Hühnchenverwerters protestiert. Der Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger und von China ins Exil gezwungenes geistiges Oberhaupt der Tibeter, warf der Kette Tierquälerei vor. KFC verletze tibetische Werte.

In China sieht man die Expansionspläne ausländischer Fast-Food-Ketten in Tibet dagegen positiver. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Mittwoch, weitere ausländische Firmen hofften auf die Eröffnung von Läden in Tibet.

KFC gehört zum Mutterkonzern Yum Brands, der auch die Marken Pizza Hut und Taco Bell führt.

stk/AFP

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