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Klage HypoVereinsbank-Kunde will 124 Millionen Euro Schadensersatz

HypoVereinsbank-Filiale in München: Illegaler Steuertrick?Zur Großansicht
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HypoVereinsbank-Filiale in München: Illegaler Steuertrick?

Der HypoVereinsbank droht großer Ärger: Die Tochter der italienischen Bank UniCredit soll wegen einer fehlerhaften Beratung 124 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Der Kläger ist laut "Financial Times Deutschland" ein reicher Privatkunde.

Hamburg - Der HypoVereinsbank (HVB) droht ein Skandal wegen illegaler Steuertricks im Zusammenhang mit Aktien-Dividenden. Ein Kunde hat die Tochter der italienischen UniCredit auf 124 Millionen Euro Schadenersatz verklagt, berichtet die "Financial Times Deutschland" ("FTD"). In der beim Landgericht München eingereichten Klage wirft er der HVB fehlerhafte Beratung und Pflichtverletzungen bei Aktiengeschäften vor, um Steuergutschriften zu erhalten.

Nach Informationen der Zeitung handelt es sich beim Kläger um einen reichen Privatkunden. Dieser hatte über die HVB-Handelsabteilung in London deutsche Aktien jeweils kurz vor Dividendenzahlung gekauft, um über komplizierte rechtliche Konstrukte eine Steuerrückerstattung in Deutschland zu kassieren. Damit verstieß er offenbar gegen Steuergesetze, weshalb ihn die Behörden aufforderten, das Geld wieder zurückzuzahlen.

Wie genau der Kunde die Steuerrückerstattung geltend machte, blieb unklar. "Das waren sehr komplexe Konstruktionen", sagte ein HVB-Insider der Zeitung. Es sei fraglich, ob der Hintergrund jener Geschäfte in der Bank voll bekannt gewesen sei. "Der Kunde und sein Steuerberater waren sehr ausgebufft", heißt es. Nach "FTD"-Informationen hat der HVB-Aktienhändler, über den die Geschäfte liefen, die Bank inzwischen verlassen.

Die Vorgänge wurden durch eine Steuerprüfung beim Kunden aufgedeckt. Dieser verlangt nun, dass die Bank den kompletten Betrag von 124 Millionen Euro - die Steuerrückforderung und die aufgelaufenen Zinsen - übernimmt. Weil die Finanzbehörden die HVB ebenfalls in der Haftung sieht, verlangen sie diese Summe gleichzeitig auch von der Bank zurück.

Die HVB-Mutter UniCredit verweist auf die Millionenklage im 460-seitigen Prospekt zur laufenden Kapitalerhöhung. Die Münchner Tochter lehnte laut "FTD" jeden Kommentar ab.

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insgesamt 5 Beiträge
openminded 16.01.2012
Der Artikel suggeriert mangels Details, dass der Kunde mit seinem StB ein "Steuerspar"-Konstrukt ausgedacht hat und die Bank lediglich als Broker aktiv war. Solange die Bank dem Kunde nicht aktiv dieses ominöse [...]
Zitat von sysopDieser hatte über die HVB-Handelsabteilung in London deutsche Aktien jeweils kurz vor Dividendenzahlung gekauft, um über komplizierte rechtliche Konstrukte eine Steuerrückerstattung in Deutschland zu kassieren.
Der Artikel suggeriert mangels Details, dass der Kunde mit seinem StB ein "Steuerspar"-Konstrukt ausgedacht hat und die Bank lediglich als Broker aktiv war. Solange die Bank dem Kunde nicht aktiv dieses ominöse Konstrukt aufgeschwatzt hat, sollte der Kunde die Schlud bei sich suchen. Abgesehen davon, muss doch jedem wissenden Beteiligten klar sein, dass so ein Konstrukt entweder nicht funktioniert oder bestenfalls legale Steuerhinterziehung ist. Am besten wäre es doch, wenn ein öffentlicher Prozess geführt wird, dann erfährt man, welcher Gierige sich dahinter verbirgt.
huberwin 16.01.2012
des Täters gestellt, Daher mitbeteiligt und auch mithaftbar.
Zitat von openmindedDer Artikel suggeriert mangels Details, dass der Kunde mit seinem StB ein "Steuerspar"-Konstrukt ausgedacht hat und die Bank lediglich als Broker aktiv war. Solange die Bank .....
des Täters gestellt, Daher mitbeteiligt und auch mithaftbar.
HeisseLuft 16.01.2012
sollte ihm die Steuerschuld verdoppeln. "Fehlerhafte Beratung" zur versuchten legalen Steuerhinterziehung, aha.
Zitat von sysopDer HypoVereinsbank*droht großer Ärger: Die Tochter der italienischen Bank Unicredit soll wegen einer fehlerhaften Beratung*124 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Der Kläger ist laut "Financial Times Deutschland" ein reicher Privatkunde. Klage: HypoVereinsbank-Kunde will 124 Millionen Euro Schadensersatz - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,809263,00.html)
sollte ihm die Steuerschuld verdoppeln. "Fehlerhafte Beratung" zur versuchten legalen Steuerhinterziehung, aha.
beraterit 16.01.2012
Als "Steuerausländer" vor Ausschüttung kaufen, Dividende steuerfrei kasieren und Aktien mit "Verlusten" wieder verkaufen.
Zitat von openmindedDer Artikel suggeriert mangels Details, dass der Kunde mit seinem StB ein "Steuerspar"-Konstrukt ausgedacht hat und die Bank lediglich als Broker aktiv war. Solange die Bank dem.....
Als "Steuerausländer" vor Ausschüttung kaufen, Dividende steuerfrei kasieren und Aktien mit "Verlusten" wieder verkaufen.
rums.feld 17.01.2012
der involvierte (deutsche?) Steuerberater war wohl keine große Leuchte. Steuervermeidung, und zwar legal, ist doch möglich, aber doch keine Steuerhinterziehung ....
Zitat von sysopDer HypoVereinsbank*droht großer Ärger: Die Tochter der italienischen Bank Unicredit soll wegen einer fehlerhaften Beratung*124 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Der Kläger ist laut "Financial Times Deutschland" ein reicher Privatkunde. Klage: HypoVereinsbank-Kunde will 124 Millionen Euro Schadensersatz - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,809263,00.html)
der involvierte (deutsche?) Steuerberater war wohl keine große Leuchte. Steuervermeidung, und zwar legal, ist doch möglich, aber doch keine Steuerhinterziehung ....
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