Klimaschutz EU plant CO2-Grenzwerte für Lkw und Busse

Der Schwerlastverkehr entwickelt sich zu einem immer größeren Klimakiller. Laut einem Zeitungsbericht will die EU-Kommission nun gegensteuern.

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Für die Autoindustrie gibt es sie schon lange, nun trifft es auch die Lkw-Hersteller: Die EU-Kommission will am Donnerstag verbindliche CO2-Obergrenzen für schwere Lastwagen und Busse vorlegen.

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß von schweren Nutzfahrzeugen im Jahr 2030 soll mindestens 30 Prozent unter dem von 2019 liegen, heißt es in Unterlagen, die dem SPIEGEL vorliegen. Die EU-Kommission schlägt darüber hinaus ein Zwischenziel von 15 Prozent CO2-Einsparung bis 2025 vor. Zunächst hatte das "Handelsblatt" über die Zahlen berichtet.

Das Zwischenziel könne durch den Einsatz von Technologien erreicht werden, die bereits heute auf dem Markt sind, sagte EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete dem "Handelsblatt". Dazu zählten etwa Reifen mit geringem Rollwiderstand und Verbesserungen der Aerodynamik und Motortechnologien.

Mit ihrem Vorstoß will die EU-Kommission den CO2-Ausstoß des Schwerlastverkehrs eindämmen. Seit 1990 sind die Emissionen nach Angaben der Europäischen Umweltagentur um ein Viertel gestiegen, die rund sieben Millionen Lkws sind inzwischen für fünf Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in der Europäischen Union verantwortlich.

"Wenn wir einfach so weitermachen wie bisher, wird der CO2-Ausstoß von Nutzfahrzeugen bis 2030 um fast zehn Prozent anwachsen", sagte Cañete.

ssu

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insgesamt 51 Beiträge
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thermo_pyle 17.05.2018
1. Falscher Weg ?
Es wäre doch sinnvoller, den Lastverkehr weitestgehend suf die Schiene zu bringen. Die Kurzstrecken von den Bahnhöfen könnten dann mit Erdgas-Fahrzeugen erledigt werden. Also: Ausbau der Bahn-Infrastruktur und der Frachtterminals statt weiter Geld in die Dinosaurier zu stecken. Und Busse ? E-Busse oder eben auch Erdgas...gibt es doch schon ?!
polkupyöränilmapumppu 17.05.2018
2. Schön wärs
Zitat von thermo_pyleEs wäre doch sinnvoller, den Lastverkehr weitestgehend suf die Schiene zu bringen. Die Kurzstrecken von den Bahnhöfen könnten dann mit Erdgas-Fahrzeugen erledigt werden. Also: Ausbau der Bahn-Infrastruktur und der Frachtterminals statt weiter Geld in die Dinosaurier zu stecken. Und Busse ? E-Busse oder eben auch Erdgas...gibt es doch schon ?!
Aber dafür müssten Politik und Wahlvolk mitziehen. Welcher Politiker wagt sich an die Herkulesaufgabe, die demontierte Bahn wieder zu einem funtionierenden Verkehrsunternehmen zu machen? Dazu ist das Gefilde auch zu verseucht von Eigeninteressen der Beteiligten.
taste-of-ink 17.05.2018
3.
Der Speditions- und Güterverkehrssektor ist bereits ein preislich so umkämpfter Markt, dass jeder Spediteur versucht, Kosten zu vermeiden wo es nur geht. Dazu gehört auch, ein Fahrzeug mit einem möglichst geringen Verbrauch zu haben. Warum bleiben denn so viele LKW bei der kleinsten Steigungsstrecke schon fast stehen? Das liegt sicherlich nicht daran, dass da zuviele PS durch die Gegend gefahren werden. Da wäre es sinnvoller, Geld in die Entwicklung neuer sparsamer Technologien zu investieren und die Verlagerung von Gütern auf die Schiene voranzutreiben, anstatt auszubremsen.
Palisander 17.05.2018
4. Danke Herr Ramsauer.
Durch ihre Politik ist es auf den Autobahnen zu einem derartigen Anstieg von LKW gekommen, das trotzt jeder Vernunft. Die LKW Fahrer blockieren alles Parkplätze in der Nacht und stehen sogar weit von den Autobahnen entfernt auf öffentlichen Parkplätzen. Über die Belastung der Luft wollen wir gar nicht sprechen. Zum Vergleich: Österreich 70% Bahn-30% LKW Verteilung ähnlich in der Schweiz, Deutschland 70-80% LKW 20% Bahn Tendenz fallend für die Bahn(!)
frankfurtbeat 17.05.2018
5. nicht ...
nicht nur die Mobilität auf den Straßen sondern auch der permanent zunehmende Transport per Flugzeug, Flugmangos wie Passagiere, oder aber die "Schweröldrecksschleudern" in den Häfen - auch Luxusdampfer genannt. Alles Themen die von beauftragten und bezahlten Lobbyisten extrem verteidigt werden ...
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