Klimaschutz KLM will mit altem Salatöl fliegen

Wenn es um ihre Kohlendioxid-Bilanz geht, werden Unternehmen erfinderisch: Die Fluggesellschaft KLM will ihre Maschinen auf bestimmten Strecken mit Biosprit betanken. Der Treibstoff soll aus gebrauchtem Speiseöl entstehen.

KLM-Maschine in Amsterdam: Mit Salatöl gegen den Klimawandel
DPA

KLM-Maschine in Amsterdam: Mit Salatöl gegen den Klimawandel


Amsterdam - Wenn es zwischen Paris und Amsterdam künftig nach Frittenbude stinkt, könnte das an der niederländischen Fluggesellschaft KLM liegen. Denn die Airline will ihre Flugzeuge künftig mit Biosprit aus gebrauchtem Speiseöl betanken. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen Flugzeuge auf der Strecke zwischen Paris und Amsterdam ab September mit dem umweltfreundlichen Treibstoff fliegen. Dafür seien keine technischen Änderungen an den Triebwerken nötig.

Die Aktion umfasse mehr als 200 Flüge und solle helfen, die Kohlendioxid-Bilanz des Unternehmens zu verbessern, teilte KLM mit. Bereits im September 2009 ließ Air France / KLM eine Boeing 747 mit Treibstoff fliegen, dem 50 Prozent Biosprit beigemischt wurden. Damals verkündete die Fluggesellschaft, es sei das erste Mal gewesen, dass für einen Passagierflug Biosprit verwendet wurde. Der Biosprit-Mix war damals aber nur in einem von vier Tanks. Auch andere Fluggesellschaften haben bereits Testflüge mit Biosprit absolviert.

Die EU verlangt von den Airlines, dass sie den Kohlendioxid-Ausstoß auf innereuropäischen Flügen senken.

mmq/dapd/AP



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