Daten-Skandal US-Sammelklage gegen Kobe Steel und Toyota

Verbraucher in den USA haben wegen möglicherweise gefälschte Produktdaten den Stahlkonzern Kobe Steel und den Autobauer Toyota verklagt.

Logo von Kobe Steel
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Beide japanische Konzerne werden in der angestrebten Sammelklage des Betrugs und Verstoßes gegen Verbraucherschutzgesetze beschuldigt. Ihnen wird vorgeworfen, den Einbau von minderwertigen Metallteilen in Fahrzeugen vertuscht haben.

Kobe Steel hatte am Dienstag eingeräumt, bereits seit fast fünf Jahrzehnten Daten gefälscht zu haben. Zugleich hatten Prüfer weitere Tricksereien aufgedeckt. Die Zahl der betroffenen Kunden stieg mittlerweile auf mehr als 600, davon 222 im Ausland. Konzernchef Hiroya Kawasaki räumt deshalb zum 1. April sein Amt.

Der drittgrößte Stahlkonzern Japans hatte bereits vergangenes Jahr zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. Diese werden weltweit in Autos, Zügen, Flugzeugen und anderen Erzeugnissen eingesetzt. Konkrete Sicherheitsprobleme sind bislang nicht bekannt.

Die Klage wurde von zwei Verbrauchern aus Kalifornien am US-Gericht in San Francisco eingereicht. Die beiden Konsumenten wollen in einer landesweiten Sammelklage Käufer von angeblich fehlerhaften Toyota-Fahrzeugen vertreten. Toyota lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher von Kobe Steel sagte, zunächst die Klageschrift genau prüfen zu wollen.

Der Klage zufolge wurden in mindestens sechs Toyota-Modellen Metalle, die nicht den Qualitätsnormen entsprachen, verbaut, darunter die Baureihen Prius, Camry, Land Cruiser und Lexus. Dies könne sowohl die Sicherheit als auch Leistung beeinträchtigen. Weil Toyota und Kobe Steel die Einhaltung von US-Qualitätsstandards für sich beansprucht hätten, sei dies ein Verstoß gegen Konsumentengesetze. Die Kläger verlangen Schadenersatz in nicht bezifferter Höhe.

Zuvor hatten bereits in Kanada vier Käufer von Autos mit von Kobe gelieferten Komponenten eine Sammelklage angestrengt. Auch das US-Justizministerium hat Untersuchungen zu Kobe auf den Weg gebracht.

ans/ssu/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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eckawol 07.03.2018
1. Trump in die Hände spielen ,
damit er nicht nur Import-Zölle sondern auch Importverbote ausspricht.
Andreas1979 07.03.2018
2. Jetzt hat Toyota auch seinen Skandal
die einzigen braven scheinen die amerikanischen Autobauer selbst zu sein, siehe defekte Zündschlösser, die den Wagen automatisch abschalteten und dabei 12 Menschen durch Unfälle starben.
Spiegelleserin57 08.03.2018
3. ach, wie interessant...
nun kommen wohl nächsten Autofirmen dran und wer prüft nun die amerikanischen Modelle? Sie scheinen bis jetzt wohl alles richtig zu machen oder es prüft eben keiner nach...wir dürfen auf die Zukunft gespannt sein!
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