Finanzbericht Vermögen des Kölner Erzbistums wächst auf 3,5 Milliarden Euro

Das Erzbistum Köln ist eine der reichsten Diözesen Deutschlands - und das Vermögen wächst weiter. 2015 hat das Bistum 52 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet, jetzt sollen die Ausgaben für Bildung und Soziales steigen.


Das Erzbistum Köln hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 52 Millionen Euro erzielt. Die Erträge der mit rund zwei Millionen Mitgliedern größten Diözese Deutschlands kletterten um knapp acht Prozent auf gut 832,6 Millionen Euro. Das geht aus dem nun veröffentlichten Finanzbericht des Erzbistums hervor. Das Vermögen der Diözese stieg demnach im vergangenen Jahr um drei Prozent auf mehr als 3,5 Milliarden Euro. 2014 hatte das Erzbistum noch rund sechs Millionen Euro verloren.

Das Erzbistum Köln zählt damit zu den reichen Diözesen in Deutschland - noch größere Vermögen wiesen zuletzt nur die Erzbistümer Paderborn und München-Freising aus. Der größte Teil des im Finanzbericht des Kölner Erzbistums ausgewiesenen Vermögens - gut 2,5 Milliarden Euro - war der Aufstellung zufolge in Finanzanlagen investiert. Sachanlagen wie beispielsweise Immobilien wurden mit knapp 671 Millionen Euro bewertet.

Wichtigste Ertragsquelle des Kölner Erzbistums war laut Finanzbericht weiterhin die Kirchensteuer, die um 38,7 Millionen Euro auf 627,6 Millionen Euro stieg - das ist ein Plus von 6,6 Prozent. Nach den Worten des Kölner Generalvikars Dominik Meiering will das Erzbistum 28 Millionen Euro seines 52-Millionen-Euro-Überschusses in ein neues Bildungs- und Sozialprogramm investieren.

beb/nck/dpa

insgesamt 72 Beiträge
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merkur08 06.10.2016
1. Ausgaben in Bildung und Soziales ist immer gut
Gibt zumindest einen schoenen Artikel im Spiegel und nimmt den Antichristen hier etwas den Wind aus den Segeln.
benmartin70 06.10.2016
2.
Na das sind doch gute Nachrichten. Da ist das Geld vom lieben deutschen Steuerzahler ja richtig aufgehoben, bei denen die es nötig haben.......
Freidenker10 06.10.2016
3.
Schön das wir Steuerzahler trotzdem noch die üppigen Gehälter der Kirchenoberen bezahlen!
schwaebischehausfrau 06.10.2016
4. Wasser predigen, Wein trinken...
Gerade hat der Kölner Bischof Woelki wieder höhere Steuern für " Reiche" gefordert - die Kirche selbst meint er damit natürlich nicht :-). Sondern höhere Einkommensteuer und eine Vermögensteuer. Wohlgemerkt Steuern, von denen die katholische Kirche selbst und ihr Milliarden-Vermögen natürlich nicht betroffen wären. Wenn er es ernst meinen würde mit seinem moralin-triefenden Appell, wonach "Eigentum vor allem eine Verpflichtung für das Allgemeinwohl bedeutet", dann sollte die Kirche sofort ihr Milliarden-Vermögen sofort für Hungernde und Flüchtlinge spenden, anstatt sich über ihre "kariktativen" Einrichtungen an der Unterbringung von Migranten noch eine goldene Nase zu verdienen auf Kosten des Staates.
felisconcolor 06.10.2016
5. Vielleicht
zahlen sie ja auch mal ihren vielen Beschäftigten in der Sozialen Betreuung, der Alten- und Behindertenpflege mehr. Aber wichtiger ist ja das der die Beschäftigte das Parteibuch Gottes in der Tasche hat. Nehmen ist halt doch seliger denn geben.
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