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Positives Konjunktursignal: Deutsche Industrie bekommt wieder mehr Aufträge

Arbeiter in einer Montagehalle in Rostock: "Ermutigender Start ins dritte Quartal" Zur Großansicht
DPA

Arbeiter in einer Montagehalle in Rostock: "Ermutigender Start ins dritte Quartal"

Der Anstieg liegt deutlich über den Erwartungen: Deutsche Industrieunternehmen haben im Dezember 4,2 Prozent mehr Aufträge bekommen als im Vormonat. Besonders kräftig stiegen die Bestellungen aus der Eurozone.

Wiesbaden - Die deutsche Industrie ist mit vollen Auftragsbüchern in das neue Jahr gestartet. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag lagen die Bestellungen im Dezember saison- und arbeitstagsbereinigt 4,2 Prozent höher als im Vormonat. Experten hatten lediglich einen Anstieg um 1,5 Prozent erwartet. Der Euro, der wegen der Griechenland-Krise unter Druck steht, reagierte positiv und drehte nach Bekanntwerden der Zahlen ins Plus. Schwach fielen allerdings die Bestellungen für Konsumgüter aus, hier sank das Auftragsvolumen um 0,6 Prozent.

Dabei profitieren die deutschen Industrieunternehmen vor allem von deutlich gestiegenen Aufträgen aus der Eurozone, die um 5,9 Prozent zulegten. Aus dem gesamten Ausland stiegen die Bestellungen um 4,8 Prozent. Aus Deutschland bekam die Industrie im Dezember um 3,4 Prozent mehr Aufträge.

"Der schwächere Euro sollte in den kommenden Monaten dafür sorgen, dass dies keine Eintagsfliege bleibt, sondern der Beginn eines soliden Aufwärtstrends ist," kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Das ist ein Paukenschlag zum Jahresende 2014. Es kann jetzt keinen mehr Zweifel geben: Der Aufschwung ist da", sagte Andreas Rees, Deutschland-Chefvolkswirt bei Unicredit.

Im November waren die Auftragseingänge wegen einer schwachen Inlandsnachfrage noch um 2,4 Prozent gesunken. Doch das änderte sich zum Jahresende hin. Auch andere Konjunkturindikatoren haben zuletzt auf ein etwas kräftigeres Wirtschaftswachstum in der Eurozone hingewiesen. So hat sich die Stimmung unter den Unternehmen der Eurozone wegen des niedrigeren Eurokurses und der zuletzt stark gefallenen Ölpreise im Januar leicht aufgehellt.

dpa/ric/Reuters

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Mal wieder...
fatherted98 05.02.2015
...genau das Gegenteil dessen was SPON in der letzten Woche berichtet hat...wer soll solche Meldungen noch ernst nehmen?
2. Hurra !
dasdondel 05.02.2015
die Europa-Exportmeisterin kann nochmals zulegen, das sichert uns einen komfortablen Vorsprung vorm Mittelfeld, Griechenland gibt auf, Spanien keucht schon, Frankreich und Italien hängen wir auch noch ab.
3.
humpalumpa 05.02.2015
Interessant wäre dabei, um welche Industrien es sich hier handelt. Ich würde da mal auf die Waffenproduktion tippen. Oder die Firmen, die die U-Boote für Griechenland bauen. Schade nur, dass uns letzterer Auftrag z.B. nicht wirklich was bringt, weil Deutschland den Griechen für diesen Auftrag das Geld geschenkt hat. Insofern fallen unter dieses Auftragswunder halt auch Aufträge, die wir selbst mit unseren Steuern bezahlen. Super!
4. na prima!!!
Spiegelleserin57 05.02.2015
super Meldung, dann auf in die nächste Gehalts-verhandlung! Mal sehen wie schnell dann gemeldet wird, die Wirtschaftslage hat sich deutlich eingetrübt.
5. Prima!
Brennstoff 05.02.2015
Nun warten wir doch einmal ab, wie sich die Target2-Salden entwickeln. Die Zahlen für den Januar hat die Bundesbank noch nicht veröffentlicht, aber im Dezember lagen sie bei 460.846,358 Mrd. zum Nachteil der Bundesbank. Steigt der Target2saldo an, haben wir mal wieder gute Waren gegen Bucheinträge bei der EZB verschenkt.
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