Börse Krisen in USA und Italien belasten Aktienmärkte

Der US-Haushaltsstreit und die ungewisse Lage in Italien sorgen weltweit für Unruhe an den Aktienmärkten. Der Dax notierte zu Handelsbeginn im Minus, der italienische Leitindex rutschte um 2,5 Prozent ab. Unter Druck stehen vor allem die Wertpapiere europäischer Banken.

Börsenhändler in Frankfurt am Main : Papiere europäischer Banken unter Druck
DPA

Börsenhändler in Frankfurt am Main: Papiere europäischer Banken unter Druck


Tokio - Der ungelöste US-Haushaltsstreit und die Regierungskrise in Italien belasten die Aktienmärkte. Der Dax Chart zeigen büßte zu Handelsbeginn rund ein Prozent ein. In Tokio ging der Leitindex Nikkei Chart zeigen mit einem Minus von knapp 2,1 Prozent bei 14.455 Punkten aus dem Handel.

Vor allem der Streit über den US-Haushalt zwischen Demokraten und Republikaner sorgt für Nervosität an den Börsen. Am Wochenende hatten sich die Fronten massiv verhärtet - und das, obwohl den Kongresspolitikern nur noch wenige Stunden Zeit bleiben, bis das neue Haushaltsjahr beginnt. Gelingt bis zur Nacht zum Dienstag keine Lösung, kommt es zum sogenannten Government Shutdown. Rund 800.000 Angestellte des Bundes müssten in den Zwangsurlaub gehen, weil der Staat sie nicht bezahlen könnte.

Eine Folge wäre auch, dass das Arbeitsministerium seinen für Freitag vorgesehenen monatlichen Arbeitsmarktbericht nicht veröffentlichen würde. Zugleich würden ebenfalls die Aussichten sinken, dass es im Streit um die Erhöhung der Schuldenobergrenze eine baldige Lösung geben wird. Damit droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Pleite.

Eine Einigung sei nicht in Sicht, schreiben die Analysten der Essener National-Bank. "Man soll die Hoffnung aber nicht ganz aufgeben: 'Eigentlich' kann kaum einem Politiker etwas daran liegen, für massive Einschränkungen im Staatsapparat sowie deren ökonomischen Folgen verantwortlich zu sein."

Italienische Anleihen unter Druck

Ebenfalls negativ auf die Stimmung der Anleger wirkte sich die politische Entwicklung in Italien aus. Dort hatte Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi Minister aus seiner Partei dazu gebracht, aus dem Kabinett auszutreten. Regierungschef Enrico Letta will nun am Mittwoch die Vertrauensfrage stellen.

Der Leitindex der Mailänder Börse FTSE MIB fiel um 2,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund standen die Finanzwerte unter besonders starkem Verkaufsdruck. Der Index für die Banken der Euro-Zone gab 2,5 Prozent nach. Der Euro-Zonen-Leitindex EuroStoxx 50 Chart zeigen notierte knapp 1,2 Prozent im Minus.

Ein weiteres Krisensymptom: Auch die Risikozuschläge, die Investoren beim Kauf italienischer Staatsanleihen verlangen, legten zu. Die Rendite zehnjähriger Staatstitel, die als richtungsweisend gilt, stieg zu Handelsbeginn um fast 0,2 Prozentpunkte auf bis zu 4,65 Prozent. Zuletzt lag sie bei 4,5 Prozent. Der Risikoaufschlag zu deutschen Bundesanleihen erhöhte sich auf den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten.

cte/Reuters



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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
xxbigj 30.09.2013
1. optional
Können wir mal den USA helfen. Ich bin ja sonst nicht ein Fan der USA aber wenn sie Hilfe brauchen sollten sie, sie ja wohl von uns auch bekommen. Schließlich hat Deutschland Jahrzehnte auch profitiert und Geld bekommen von der USA. Wäre mal ein Zeitpunkt unser Geld Sinnvoll an den Mann zu bringen! Für EUROPA sollte es sehr wichtig sein die USA in so einer schwierigen Lage zu unterstüzen!!!
paradiddlediddle 30.09.2013
2. Keine Sorge...
Zitat von xxbigjKönnen wir mal den USA helfen. Ich bin ja sonst nicht ein Fan der USA aber wenn sie Hilfe brauchen sollten sie, sie ja wohl von uns auch bekommen. Schließlich hat Deutschland Jahrzehnte auch profitiert und Geld bekommen von der USA. Wäre mal ein Zeitpunkt unser Geld Sinnvoll an den Mann zu bringen! Für EUROPA sollte es sehr wichtig sein die USA in so einer schwierigen Lage zu unterstüzen!!!
die USA werden sich diese Hilfe vorauseilend schon selbst geholt haben, ehe wir das überhaupt bemerken. Dann können wir aber immer noch sagen: GERN GESCHEHEN!
querulant_99 30.09.2013
3.
Zitat von xxbigjKönnen wir mal den USA helfen. Ich bin ja sonst nicht ein Fan der USA aber wenn sie Hilfe brauchen sollten sie, sie ja wohl von uns auch bekommen. Schließlich hat Deutschland Jahrzehnte auch profitiert und Geld bekommen von der USA. Wäre mal ein Zeitpunkt unser Geld Sinnvoll an den Mann zu bringen! Für EUROPA sollte es sehr wichtig sein die USA in so einer schwierigen Lage zu unterstüzen!!!
Ihr Beitrag ist doch wohl nicht ganz ernst gemeint. Es mangelt den Amerikanern nicht am Geld. Die können Dollars ohne Ende drucken. Es mangelt am Konsens zwischen den Republikanern und den Demokraten. Die veranstalten dort noch einen größeren Kindergarten als unsere Parteien bei der Regierungsbildung.
dagegengewicht 30.09.2013
4. interessante idee ...
Zitat von xxbigjKönnen wir mal den USA helfen. Ich bin ja sonst nicht ein Fan der USA aber wenn sie Hilfe brauchen sollten sie, sie ja wohl von uns auch bekommen. Schließlich hat Deutschland Jahrzehnte auch profitiert und Geld bekommen von der USA. Wäre mal ein Zeitpunkt unser Geld Sinnvoll an den Mann zu bringen! Für EUROPA sollte es sehr wichtig sein die USA in so einer schwierigen Lage zu unterstüzen!!!
... die aber leider ursache und wirkung nicht berücksichtigt. es ist ja nicht so, dass die usa direkt pleite sind - verschuldung hin oder her - das ganze ist eine politische farce und wenn die tea-party nicht will, dann müssen die ami's die suppe halt auslöffeln. man bekommt immer die politiker die man wählt ...
aurora_australis 30.09.2013
5.
USA helfen? also den US Banken oder wat? Die Amerikaner haben genug Geld, nur ist es falsch verteilt.
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