Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Kritik vom Altkanzler: Helmut Schmidt kanzelt Investmentbanker ab

"In die Scheiße geritten" haben uns die Investmentbanker laut Helmut Schmidt: Der Altkanzler findet deutliche Worte für die Manager und kritisiert die Entwicklung der deutschen Geldinstitute. Bestenfalls solle nur noch eine einzige Landesbank übrig bleiben.

Helmut Schmidt: "Die Landesbanken sind fast alle größenwahnsinnig geworden." Zur Großansicht
DPA

Helmut Schmidt: "Die Landesbanken sind fast alle größenwahnsinnig geworden."

Hamburg - Helmut Schmidt hält die Entwicklung der Finanzbranche für höchst problematisch. In einem Leitartikel der Wochenzeitung "Die Zeit" lässt sich der Altkanzler insbesondere über Investmentbanker aus: Das Wort sei "nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat". Die deutsche Politik hätte schon lange erkennen müssen, dass die Struktur der Bankenlandschaft renovierungsbedürftig sei.

Auch die Landesbanken bekommen ihr Fett weg: Mit ihren Kreditersatzgeschäften seien sie "fast alle größenwahnsinnig geworden". Nach Meinung des Altkanzlers dürften vernünftigerweise nur noch zwei Landesbanken übrig bleiben. "Noch besser wäre ein einziges Spitzeninstitut mit einem eindeutigen Geschäftsmodell." Für ein "großes Ärgernis" hält Schmidt, dass sich Spitzenmanager extrem bereichern würden. Es sei nicht einzusehen, dass der Spitzenmann einer Bank hundertmal so viel verdient wie sein Fahrer.

Im Juni hatte sich Schmidt in der "Zeit" bereits zur Griechen-Krise zu Wort gemeldet und vor einer Panikmache gewarnt. "Wir haben eine Schuldenkrise einzelner kleiner Euro-Länder, keine Krise der Euro-Währung." Demnach hätte selbst "der Bankrott eines einzelnen, kleineren Mitgliedstaates nur eine vorübergehende psychologische Wirkung". Schmidt forderte die EU dazu auf, Griechenland "durchgreifend" zu helfen.

kra

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 200 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. .
frubi 15.07.2011
Zitat von sysop"In die Scheiße geritten" haben uns die Investmentbanker laut Helmut Schmidt: Der Altkanzler findet deutliche Worte für die Manager und kritisiert die Entwicklung der deutschen Geldinstitute. Bestenfalls solle nur noch eine einzige Landesbank übrig bleiben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,774742,00.html
Aus seiner Position heraus kann der Helmut natürlich große Töne spucken. Unsere Politiker hingegen müssen sich mit Lobbyisten und anderen Wiederständen auseinandersetzen. Dennoch würde ich als Helmut Schmitt nicht die Investmentbankster beschimpfen sondern die untätigen und unfähigen Politiker. Ein Investmentbankster ist wie ein Löwe. Er frisst das was vor ihm liegt und was in seinen Magen passt. Man muss dem Löwen schon das Fleisch wegnehmen. Leider hat der Löwe scharfe Krallen und die können weh tun. Unsere Politiker sind leider ängstliche Antilopen, die bei dem kleinsten Geräusch das Weite suchen.
2. Bös' mittel Photoshop angeschwärzt
Job Killer 15.07.2011
Man kann mit Bildbearbeitungsprogrammen sowohl die Models aufhübschen als auch unliebsame Leute alt und krank aussehen lassen - und das ist wohl mit dem Bild Helmut Schmidts gemacht worden. Ich muß schon sagen: Nekrose im Gesicht und an den Händen? Die schwarzen Hautverfärbungen ließen keinen anderen Schluß zu. Das kann doch wohl nur ein Photoshop-Job gewesen sein.
3. Wer weiss,
syramon 15.07.2011
Zitat von Job KillerMan kann mit Bildbearbeitungsprogrammen sowohl die Models aufhübschen als auch unliebsame Leute alt und krank aussehen lassen - und das ist wohl mit dem Bild Helmut Schmidts gemacht worden. Ich muß schon sagen: Nekrose im Gesicht und an den Händen? Die schwarzen Hautverfärbungen ließen keinen anderen Schluß zu. Das kann doch wohl nur ein Photoshop-Job gewesen sein.
vielleicht raucht er einfach zuviel. Ist bestimmt nicht gesund, für einen Mann in seinem Alter. Und wo bleiben Cem, Claudia und Jürgen, die doch sonst jeden Bürger gesundheitspolitisch zur Ordnung rufen wollen?
4. ...
Vex 15.07.2011
Zitat von frubiAus seiner Position heraus kann der Helmut natürlich große Töne spucken. Unsere Politiker hingegen müssen sich mit Lobbyisten und anderen Wiederständen auseinandersetzen. Dennoch würde ich als Helmut Schmitt nicht die Investmentbankster beschimpfen sondern die untätigen und unfähigen Politiker. Ein Investmentbankster ist wie ein Löwe. Er frisst das was vor ihm liegt und was in seinen Magen passt. Man muss dem Löwen schon das Fleisch wegnehmen. Leider hat der Löwe scharfe Krallen und die können weh tun. Unsere Politiker sind leider ängstliche Antilopen, die bei dem kleinsten Geräusch das Weite suchen.
Was sie machen ist dem Wärter statt dem Einbrecher die Schuld zu geben. Der Egoismus der Investmentbanker ist nicht naturgegeben und wir müssen ihn auch nicht als solches akzeptieren. Es ist eigenverantwortliches bewusstes Versagen.
5. Ungerecht.
allereber 15.07.2011
Zitat von Job KillerMan kann mit Bildbearbeitungsprogrammen sowohl die Models aufhübschen als auch unliebsame Leute alt und krank aussehen lassen - und das ist wohl mit dem Bild Helmut Schmidts gemacht worden. Ich muß schon sagen: Nekrose im Gesicht und an den Händen? Die schwarzen Hautverfärbungen ließen keinen anderen Schluß zu. Das kann doch wohl nur ein Photoshop-Job gewesen sein.
Helmut Schmidt hat vollkommen recht. Eins stimmt aber nicht. Der Manager bekommt das tausendfache seines Fahrers. Verdient es aber nicht. Er bekommt es nur.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Die Landesbanken in der Übersicht
BayernLB
Die BayernLB gehört über die BayernLB Holding AG zu rund 94 Prozent dem Freistaat Bayern und zu rund sechs Prozent dem Sparkassenverband Bayern. mehr auf der Themenseite...
Bremer Landesbank
Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg Girozentrale gehört zu 92,5 Prozent der Nord/LB. Das Land Bremen hält einen Anteil von 7,5 Prozent. mehr auf der Themenseite...
HSH Nordbank
Die HSH Nordbank ist aus der Hamburgischen Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein hervorgegangen. Als einzige Landesbank hat sie einen privaten Anteilseigner: Der US-Investor JC Flowers hält 9,2 Prozent der stimmberechtigten Anteile. Die Hansestadt Hamburg hält 10,9 Prozent, 15 Prozent gehören dem Land Schleswig-Holstein und den Sparkassen des Landes. Der Hauptanteil von 64,2 Prozent wird vom HSH Finanzfonds, einer gemeinsamen Anstalt der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, gehalten.mehr auf der Themenseite...
Landesbank Baden-Württemberg
Die LBBW ist die größte deutsche Landesbank und gehört zu jeweils 35,6 Prozent dem Land Baden-Württemberg und den Sparkassen des Landes. Die Stadt Stuttgart hält 18,9 Prozent, die rheinland-pfälzischen Sparkassen und die Landeskreditbank Baden-Württemberg halten je 4,9 Prozent. mehr auf der Themenseite...
Landesbank Berlin
Die LBB gehört seit 2007 zu 98,6 Prozent dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband und damit allen deutschen Sparkassen. Die restlichen 1,4 Prozent sind Streubesitz. mehr auf der Themenseite...
Landesbank Hessen-Thüringen
Die Helaba, offiziell Landesbank Hessen-Thüringen, gehört zu 85 Prozent dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen. Das Land Thüringen ist mit fünf Prozent beteiligt, Hessen mit zehn Prozent. mehr auf der Themenseite...
Norddeutsche Landesbank
Die Nord/LB gehört zu 41,8 Prozent dem Land Niedersachsen. Die niedersächsischen Sparkassen halten 37,3 Prozent, überdies sind die Sparkassen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. mehr auf der Themenseite...
Landesbank Saar
Noch gehört die SaarLB zu 75,1 Prozent der BayernLB. Weitere Anteilseigner sind der Sparkassenverband Saar und das Bundesland Saarland. Doch die BayernLB will sich in den kommenden Jahren schrittweise vollständig von dem Institut trennen. mehr auf Wikipedia...
WestLB
Die beiden nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände, Rheinischer Sparkassen- und Giroverband (RSGV) sowie Westfälisch-Lippischer Sparkassen- und Giroverband (WLSGV), halten je über 25 Prozent der Anteile, das Land Nordrhein-Westfalen hält 17,4 Prozent, die NRW-Bank 31,1 Prozent. Eigentümer der NRW-Bank sind das Land Nordrhein-Westfalen mit 98,6 Prozent sowie die beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit jeweils 0,7 Prozent. mehr auf der Themenseite...


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: