Kuriose Idee: Affenforscherin erzieht Millionärsnachwuchs

Vom Urwald ins Klassenzimmer: Die renommierte britische Schimpansenforscherin Jane Goodall unterrichtet die Kinder der schwerreichen Klientel der Schweizer Großbank UBS. Der Millionärsnachwuchs bekommt Nachhilfe in Nächstenliebe und Umweltschutz.

Affenforscherin Goodall: Neuer Job als Reichen-Lehrerin Zur Großansicht
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Affenforscherin Goodall: Neuer Job als Reichen-Lehrerin

Singapur - Von den Affen lernen heißt Erben lernen. Das mögen sich jedenfalls die Private-Banking-Experten der Schweizer Großbank UBS in Singapur gedacht haben. Denn im Auftrag der für besonders Reiche zuständigen Abteilung der Bank unterrichtet die renommierte britische Schimpansenforscherin Jane Goodall den Millionärsnachwuchs in Sachen Nächstenliebe und Umweltschutz. Das meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die heute 77-jährige Jane Goodall wurde in den fünfziger bis siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekannt - vor allem mit ihren Forschungen über Schimpansen in Tansania. So entdeckte die Forscherin, dass die Tiere Werkzeuge benutzen, um an Futter zu kommen.

Goodall erkannte auch, dass Schimpansen Fleisch fressen und gemeinsam andere Affenarten jagen. Obwohl sie nicht studiert hat, durfte sie aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse an der Universität Cambridge eine Doktorarbeit schreiben.

Sonst stehen andere Dinge auf dem Stundenplan

Diese Erfahrungen und Kenntnisse wird die Grande Dame der Primaten gebrauchen können. Denn Nächstenliebe und Umweltschutz stehen normalerweise sicherlich nicht auf dem Stundenplan der 18- bis 25-jährigen Nachwuchsmillionäre in Asien.

Deren Zahl steigt im asiatisch-pazifischen Raum immer weiter an. Alleine im vergangenen Jahr wuchs das Vermögen der besonders Reichen in der Region um mehr als zwölf Prozent auf knapp elf Billionen Dollar.

Damit der Nachwuchs die ererbten Millionen nicht gleich wieder verjubelt, gehört eine umfangreiche Betreuung durch die Banken üblicherweise zur Erziehung. Auf dem Stundenplan stehen dann aber Fächer wie Vermögensmanagement, Führungsverhalten und persönliche Entwicklung zur Weiterbildung.

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insgesamt 12 Beiträge
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1. Sekretärin
makutsov 04.07.2011
Jane Goodall ist primär erstmal Sekretärin. Sie ist a priori ahnungslos von Affen gewesen und hat diese immer durch eine romantisierende Brille betrachtet. Das Bild von einer seriösen Wissenschaftlerin wurde nur von den Massenmedien gezeichnet. Da erstaunt es, dass die Banker ihre Bälger der Frau anvertrauen, die wohl nicht viel mehr bieten kann als irgendein beliebiger anderer Pädagogikguru. Wieso sollte man seine Kinder bitte einer AFFENforscherin aussetzen? Sollen das Affen oder Menschen werden?
2. Was soll aus ihnen werden?
lillith-die-erste 04.07.2011
Zitat von makutsovJane Goodall ist primär erstmal Sekretärin. Sie ist a priori ahnungslos von Affen gewesen und hat diese immer durch eine romantisierende Brille betrachtet. Das Bild von einer seriösen Wissenschaftlerin wurde nur von den Massenmedien gezeichnet. Da erstaunt es, dass die Banker ihre Bälger der Frau anvertrauen, die wohl nicht viel mehr bieten kann als irgendein beliebiger anderer Pädagogikguru. Wieso sollte man seine Kinder bitte einer AFFENforscherin aussetzen? Sollen das Affen oder Menschen werden?
Weil sie dann "Umgang" lernen? Also es gibt Vampire unter jenen - die saugen die anderen aus, im dem sie vorgeben ihnen zu helfen, aber tatsächlich den eigenen Geldbeutel füllen. Dann gibt es Dämonen, die von anderen verlangen auch nach den Regeln (trenne und herrsche) zu leben. Diese Beiden brauchen eine Affenexpertin. Für Ihren Nachwuchs. Denn Affen haben tatsächlich einen anderen Umgang. Alle anderen nicht
3. Da muss sie sich nicht groß umstellen.
hauptkommissartauber 04.07.2011
Millionärskinder machen in der Regel einen Evolutionsschritt zurück. Oder will irgendwer Paris Hilton als gebildet, selbstsicher und aufstrebend bezeichnen?
4. Blödsinn
hausmeister hempel 04.07.2011
Zitat von makutsovJane Goodall ist primär erstmal Sekretärin. Sie ist a priori ahnungslos von Affen gewesen und hat diese immer durch eine romantisierende Brille betrachtet. Das Bild von einer seriösen Wissenschaftlerin wurde nur von den Massenmedien gezeichnet. Da erstaunt es, dass die Banker ihre Bälger der Frau anvertrauen, die wohl nicht viel mehr bieten kann als irgendein beliebiger anderer Pädagogikguru. Wieso sollte man seine Kinder bitte einer AFFENforscherin aussetzen? Sollen das Affen oder Menschen werden?
Mit Verlaub: Sie kennen Jane Goodall nicht! Kennen ihre Arbeit nicht! Sie kenne auch nicht ihren wissenschaftlichen Werdegang! Schauen Sie mal in die Mitgliederlisten von altehrwürdigen Wissenschaftsakademien, dann wüßten Sie, welch Hochachtung die Wissenachaften J. Goodall entgegenbringen!
5. Romantikerin?
Spinnosa 04.07.2011
Zitat von makutsovJane Goodall ist primär erstmal Sekretärin. Sie ist a priori ahnungslos von Affen gewesen und hat diese immer durch eine romantisierende Brille betrachtet. Das Bild von einer seriösen Wissenschaftlerin wurde nur von den Massenmedien gezeichnet. Da erstaunt es, dass die Banker ihre Bälger der Frau anvertrauen, die wohl nicht viel mehr bieten kann als irgendein beliebiger anderer Pädagogikguru. Wieso sollte man seine Kinder bitte einer AFFENforscherin aussetzen? Sollen das Affen oder Menschen werden?
Kann es sein, daß Sie noch nie etwas von Jane Goodall gelesen haben, und sich Ihrerseits nur durch die Medien informiert haben? Der Vorwurf der "romantischen Sichtweise" wurde anfangs tatsächlich erhoben - weil sie den Tieren Namen gab anstatt Nummern. Den richtigen Ärger bekam sie allerdings als sie fest stellte, daß Affen jagen und Fleisch fressen und sich zuweilen gegenseitig töten, in Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe bzw. zu regelrechten Anschlägen auf andere Gruppen loszogen, sprich sie hat das Bild vom "friedlichen Vegetarier" revidiert. "Romantisch" ist nicht exakt das Wort, das ich dafür gebrauchen würde.
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