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Kursaufschwung: Japanische Anleger trotzen Schreckensnachrichten

Trotz des dramatischen Kampfs gegen die Atomkatastrophe: Die Tokioter Börse hat eine Teil ihrer Verluste wieder wettgemacht. Zur Beruhigung trug die Zentralbank bei, sie pumpte erneut Milliarden in den Markt.

Japaner vor Nikkei-Anzeige: "Ein bisschen zu viel Panik bekommen" Zur Großansicht
DPA

Japaner vor Nikkei-Anzeige: "Ein bisschen zu viel Panik bekommen"

Tokio - Die Talfahrt des Nikkei Chart zeigen scheint vorerst gestoppt. Der japanische Aktienindex stieg bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) um 5,68 Prozent auf 9,093.72. Seit Montag hatte er zuvor 16 Prozent verloren und am Dienstagabend auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren geschlossen.

"Die Erholung ist ziemlich stark, weil Investoren gemerkt haben, dass sie gestern ein bisschen zu viel Panik bekommen haben", sagte Fujio Ando von Chibagin Asset Management. Gewinne von mehr als acht Prozent gab es etwa für den Elektronikkonzern Sony Chart zeigen. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, Teile seiner Produktion ins Ausland zu verlagern, weil mehrere japanische Fabriken seit dem Erdbeben geschlossen sind.

Börsenchef Atsushi Saito hatte Anleger am Dienstag zur Ruhe aufgerufen. "Ich glaube, dass Japans Erfahrung, Wissen und Technologien bei der Erholung von Erdbeben nicht unterschätzt werden sollten und sich der Aktienmarkt bald erholten wird", sagte er.

Um Beruhigung bemühte sich auch die japanische Zentralbank. Sie pumpte am Mittwoch erneut rund 3,5 Billionen Yen (31 Milliarden Euro) in die Märkte. Bereits am Montag hatte die Notenbank dabei die Rekordsumme von 15 Billionen Yen kurzfristig bereitgestellt - so viel kurzfristige Mittel wie noch nie an einem Tag.

dab/dpa-AFX/AP/Reuters

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nixkapital 16.03.2011
Zitat von sysopTrotz des dramatischen Kampfs gegen die Atomkatastrophe: Die Tokioter Börse hat eine Teil ihrer Verluste wieder wettgemacht. Zur Beruhigung trug die Zentralbank bei, sie pumpte erneut Milliarden in den Markt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,751192,00.html
Na, dann ist ja alles gut....
2. Anleger
atzigen 16.03.2011
Welche Anleger sollen denn das sein. Da gibt es im wesentlichen nur einen Anleger. Und dieser Anleger ist die Notenbank die über die Geschäftsbanken laufend abstürzende Titel aufkauft. Fragt sich nur noch wie lange dieser Kunstgriff die Sache retten kann. Gibt es eine Alternative? Nein denn die Alternative heißt sofort Absturz.
3. Die SPON Pumpe
Gani, 16.03.2011
Bei Spon spricht man ja gerne von Geldpumpen. Klingt ja auch so professionell. Quatsch ist es trotzdem, denn die BOJ verfolgt schon seit Jahren eine Zinslose Kreditphilosophie. Wenn Banken Geld brauchen, dann ist ohnehin reichlich da, man muss also nicht jeden Tag von Monetären Pumpaktionen berichten - das ist sowieso nur Futter für die Presse und hysterische Anleger.
4. Dann ist ja alles gut.
RaMaDa 16.03.2011
Wenn Japan soviel Wissen im Umgang mit Naturkatastrophen hat, dann können wir ja beruhigt zur Tagesordnung übergehen.....
5. Hauptsache das Organisierte Kapitalverbrechen ist beruhigt.
Pinarello, 16.03.2011
Zitat von RaMaDaWenn Japan soviel Wissen im Umgang mit Naturkatastrophen hat, dann können wir ja beruhigt zur Tagesordnung übergehen.....
In der Tat, es ist wirklich nur noch beschämend, solch unsinnige Artikel hier im SPON zu lesen, da löst sich die Heimat und Lebensgrundlage von Millionen Menschen im atomaren Strahlenchaos auf und das wichtigste an der Sache ist, daß die Märkte sprich das Organisierte Kapitalverbrechen beruhigt ist. Diese ganzen Banditen und Verbrecher hätte man 2008 ganz einfach alle bankrott gehen lassen, dann wären wieder einigermaßen normale Verhältnisse eingekehrt, jetzt ist es dafür zuspät, die Weltregierung des Organisierten Kapitalverbrechen hat die Macht übernommen und die Steuerkassen weltweit zur Plünderung übernommen.
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