Stabile Aktienmärkte: Börsenprofis reagieren gelassen auf US-Shutdown
Bislang zeigen sich die Akteure an den Finanzmärkten ungerührt vom Finanzstopp für die US-Regierung. Der Deutsche Aktienindex startete gar im Plus, auch die Börse in Tokio schloss mit stabilen Kursen. Der Euro gewinnt leicht an Wert.
Tokio/Frankfurt am Main - In den USA ist der Finanzstopp für die US-Regierung in Kraft getreten - doch die Händler an den Börsen weltweit scheint es wenig zu interessieren. So lag der deutsche Aktienindex Dax wenige Minuten nach Handelsbeginn knapp 0,5 Prozent im Plus bei 8631 Punkten. Am Montag hatte er allerdings in Erwartung des Shutdown 0,8 Prozent verloren.
Grund für den freundlichen Handelsstart waren nach Einschätzung von Händlern allerdings vor allem Spekulationen auf eine baldiges Ende des Haushaltsnotstands in den USA. "Nun, da Staatsbedienstete keine Gehaltsschecks mehr bekommen und die Inkompetenz Washingtons reale Auswirkungen auf Otto Normalverbraucher hat, ist es etwas einfacher geworden, einen Kompromiss zu finden", schrieben die Analysten des Brokerhauses Capital Spreads in einem Kommentar.
Auch in Fernost blieben die Kurse der Aktien und des Dollar an den Börsen stabil. In Tokio legte der Leitindex Nikkei
zu und schloss mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent bei 14.484 Punkten. Grund dafür war vor allem die Ankündigung von Japans Regierungschef Shinzo Abe, die Mehrwertsteuer im kommenden Jahr deutlich zu erhöhen - er will damit die Staatsverschuldung in den Griff bekommen. Zudem ist die Stimmung in der japanischen Industrie so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr.
Der Euro-Kurs
legte am frühen Dienstagmorgen um etwa einen Viertelcent auf 1,36 Dollar zu. Auch im Vergleich zum japanischen Yen gewann die europäische Gemeinschaftswährung an Wert, während der Dollar im Vergleich zum Yen nachgab.
fdi/dpa/Reuters
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