Kurssturz Deutsche Bank wehrt sich gegen Vorwürfe aus Südkorea

Die Staatsanwaltschaft in Seoul wirft einer Tochter der Deutschen Bank unzulässige Handelsaktionen vor. Die angeblich unlauteren Geschäfte sollen einen plötzlichen Kurssturz mit illegalen Gewinnen in Millionenhöhe ausgelöst haben. Das Geldinstitut weist die Anschuldigungen zurück.

Firmensitz in Frankfurt: Die Deutsche Bank geht gegen Anschuldigungen aus Südkorea vor
DPA

Firmensitz in Frankfurt: Die Deutsche Bank geht gegen Anschuldigungen aus Südkorea vor


Seoul - Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft in Seoul wiegen schwer: Die Deutsche Securities Korea, eine Tochter der Deutschen Bank, soll mit Aktiengeschäften gegen südkoreanische Gesetze verstoßen und dadurch einen plötzlichen Kurssturz provoziert haben. Der Abfall des Leitindexes habe illegale Gewinne in Höhe von 41 Millionen Dollar (rund 28,5 Millionen Euro) gebracht.

Die Anschuldigungen richten sich gegen vier Mitarbeiter der Deutschen Bank und ihre südkoreanische Maklerfirma. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, sei wegen eines Vorfalls im vergangenen November Anklage erhoben worden. Die vier Börsenhändler hätten mit unzulässigen Handelsaktionen den plötzlichen Kurssturz ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft habe drei Angestellte der Hongkonger Niederlassung der Deutschen Bank und einen der Deutsche Securities Korea angeklagt. Die Seouler Staatsanwaltschaft bestätigte die Meldung zunächst nicht.

Die Vorwürfe hingen mit Optionsgeschäften zusammen, durch die der asiatische Kospi-Index am 10. November 2,7 Prozent verloren habe. Wie die Deutsche Bank mitteilte, habe ihre Einheit einen Bruch der Regularien nicht autorisiert oder stillschweigend geduldet. Das Geldinstitut kündigte an, gegen die Vorwürfe vorzugehen.

bos/dapd/Reuters



insgesamt 7 Beiträge
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einfachgerecht 21.08.2011
1. Ich würde eine 100% Steuer einführen
Ich würde für solche Geschäfte 100% Steuer einführen, damit diesen Händlern die Lust mal vergeht. Was für eine verrückte Welt, Hunger , Armut und manche machen mal eben solche Geschäfte. Ne da habe ich kein Verständnis für. Ich empfehle 100% Steuern und der Welt würde es besser gehen!!!
sappelkopp 21.08.2011
2. Tja...
...es lebe der Kapitalismus. Das ist das System, was wir wollen. Beschweren wir uns also nicht über die Auswüchse.
Dr. Martin Bartonitz 21.08.2011
3. Wann begreifen wir, dass unser zinsabasiertes Geldsytem ...
alle 60 bis 80 Jahre zusammenbrechen muss? Denn wo immer mehr Geld mit Geld verdient werden muss, kommt es am Ende genau zu den gerade zu beobachtenden Exzessen. Und wann erkennen unsere Politiker (und auch wir Bürger), dass es nicht sein darf, dass die privaten Banken das Geld selbst schöpfen und uns dafür auch noch Zinsen zahlen lassen? http://bit.ly/osU6BB
Mueller-Luedenscheid 21.08.2011
4. na endlich
haben sie mal jemanden erwischt. Aber ob das zu einer Verurteilung reichen wird? Und in 2 Monaten kräht kein Hahn mehr danach und dann gilt "the same procedure as every year".
si_tacuisses 22.08.2011
5. Wie aus gewöhnlich ( passt gut zur DB ) gut unterrichteten Kreisen
Zitat von sysopDie Staatsanwaltschaft in Seoul*wirft einer*Tochter der Deutschen Bank unzulässige Handelsaktionen vor. Die*angeblich unlauteren*Geschäfte sollen einen plötzlichen Kurssturz mit illegalen Gewinnen in Millionenhöhe ausgelöst haben. Das Geldinstitut weist*die*Anschuldigungen zurück. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,781505,00.html
zu erfahren war, ist in Kürze bei der DB die Besetzung eines neuen Vorstandsresorts zu erwarten: Vorstand zur Anschuldigungszurückweisung mit internationalem Tätigkeitsfeld.
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