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100-Millionen-Euro-Investment: Scheich steigt bei Lars Windhorst ein

Lars Windhorst galt einst als Unternehmerhoffnung, dann folgten Pleiten. Doch der 39-Jährige ist weiter aktiv - und konnte einen Scheich von seinen Geschäftsideen überzeugen.

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DPA

Lars Windhorst

Der Finanzinvestor Lars Windhorst hat einen Scheich aus Abu Dhabi als Aktionär seiner in London residierenden Sapinda Holding gewonnen. Sultan Bin Khalifa Bin Zayed Al Nahyan, der Chef von Abu Dhabi Capital und älteste Sohn des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, zahle 100 Millionen Euro für einen zehnprozentigen Anteil an Sapinda, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe.

Die Hälfte des Geldes sei bereits geflossen, der Rest werde überwiesen, sobald der Jahresabschluss der Sapinda Holding für 2015 vorliege, hieß es aus Marktkreisen.

Windhorst wurde einst als "Wunderkind" der deutschen Wirtschaft gefeiert. Bekannt wurde er Mitte der Neunzigerjahre. Ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU) nahm den damals 18-jährigen Jungunternehmer mit auf eine Reise nach Vietnam. Kohl posierte mit Windhorst für Fotos und lobte ihn als einen "Jungen, der an die Zukunft glaubt". Doch der Höhenflug endete rasch. 2003 ging die Windhorst AG pleite, später verurteilte ihn das Landgericht Berlin wegen Untreue in 27 Fällen. Auch ein zweites Unternehmen musste 2009 Insolvenz anmelden.

Doch Windhorst ist weiter unternehmerisch aktiv. 2012 sprach er im SPIEGEL über sein Engagement in Afrika, wo er für Investoren Ackerland kaufte.

mmq

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