Zoff mit insolventer Firma LBBW stellt Strafantrag gegen Hess

Die Landesbank Baden-Württemberg stellt Strafantrag gegen den Straßenlaternen-Hersteller Hess. Die Bank fühlt sich getäuscht, weil Hess knapp vier Monate nach dem Börsengang pleite ging. Nun stellt das Geldinstitut das Geschäft komplett in Frage.

Das Logo der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): Das Institut fühlt sich getäuscht
DPA

Das Logo der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): Das Institut fühlt sich getäuscht


Frankfurt - Erst sollte sie den Börsengang von Hess begleiteten, jetzt hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einen Strafantrag gegen das Unternehmen gestellt. Das Geldinstitut organisierte im Oktober den Börsengang des Straßenlaternen-Herstellers, knapp vier Monate später ging die Firma pleite. Finanzkreisen zufolge zählt die LBBW zu größten Gläubigern des Unternehmens.

Die LBBW habe keine Hinweise, dass sie beim Börsengang der Firma aus Villingen-Schwenningen ihre Sorgfaltspflichten verletzt habe, erklärte die Landesbank. Zudem sei Hess von unabhängigen Wirtschaftsprüfern untersucht worden. "Daher sieht sich auch die LBBW getäuscht und hat Strafantrag gestellt."

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs durch falsche Angaben im Börsenprospekt gegen Hess. Die LBBW betonte, sie habe ein großes Interesse an der Aufklärung des Falls und unterstütze die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen. Außerdem habe die Landesbank externe Anwälte mit der Prüfung des Falles beauftragt.

Die LBBW fiel zuletzt nur noch selten bei Börsengängen als federführende Bank auf. Nach dem Hess-Fall wird nun das gesamte Geschäft mit Börsengängen in Frage gestellt.

kut



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insgesamt 2 Beiträge
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DHH 21.02.2013
1.
Zitat von sysopDPADie Landesbank Baden-Württemberg stellt Strafantrag gegen den Straßenlaternen-Hersteller Hess. Die Bank fühlt sich getäuscht, weil Hess knapp vier Monate nach dem Börsengang pleite ging. Nun stellt das Geldinstitut das Geschäft komplett in Frage. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lbbw-stellt-strafantrag-bank-fuehlt-sich-von-hess-getaeuscht-a-884772.html
und direkt im Anschluss: Mal wieder "Spiegel" vom Feinsten... In Deutschland gibt es kein Unternehmensstrafrecht, ergo auch keine Strafen für oder Strafanträge gegen juristische Personen.
silverhair 21.02.2013
2.
Zitat von DHHund direkt im Anschluss: Mal wieder "Spiegel" vom Feinsten... In Deutschland gibt es kein Unternehmensstrafrecht, ergo auch keine Strafen für oder Strafanträge gegen juristische Personen.
Na ja - so ist das wenn man Infos ungefiltert weitergibt .. alle Zeitungen berichten scheinbar wortgleich das selbe - basierend auf einer Äusserung Börsengang: LBBW stellt Strafantrag im Fall Hess - Wirtschaft - Stuttgarter Nachrichten (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.boersengang-lbbw-stellt-strafantrag-im-fall-hess.ad4d2e3d-44b0-4e4f-8d40-9dc5e2da4174.html) Irgendwie hab ich da das Gefühl das irgendwo die LBBW keine Ahnung von Gesetzen hat!
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