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Absprachen bei Bier, Kaffee, Zucker: Lebensmittelindustrie zahlt Milliarde an Kartellstrafen

Kungeln kommt teuer: Allein die Lebensmittelindustrie musste nach SPIEGEL-Informationen seit 2004 rund eine Milliarde Euro an Kartellstrafen berappen. Von denen profitiert allerdings nicht der Verbraucher, sondern die Staatskasse.

Kaffeetasse: Dunkel das Getränk, dunkel die Machenschaften dahinter Zur Großansicht
DPA

Kaffeetasse: Dunkel das Getränk, dunkel die Machenschaften dahinter

Berlin - Das Bundeskartellamt hat in den vergangenen zehn Jahren allein durch Verfahren gegen Lebensmittelhersteller Bußgelder in Höhe von rund einer Milliarde Euro eingenommen. Wie der SPIEGEL berichtet, ermittelte die Behörde in acht Fällen wegen illegaler Preisabsprachen unter anderem gegen Produzenten von Kaffee, Schokolade, Bier, Zucker und Mehl. Das geht aus der Antwort auf eine mündliche Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor.

Die Summe könnte noch höher werden: Derzeit untersuchen die Wettbewerbshüter das sogenannte Wurstkartell und prüfen mögliche Preisabsprachen unter Herstellern von Fleisch- und Wurstwaren.

Die Strafzahlungen fließen allerdings nicht an die Kunden zurück, sondern gehen direkt an die Staatskasse. "Aktuell zahlen die Verbraucher zwar die überhöhten Preise, über die Bußgelder freut sich aber einzig der Finanzminister", kritisiert deshalb Grünen-Vizefraktionschefin Bärbel Höhn.

ric

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Sollten sie es auch
crocodil 01.06.2014
mal bei den Tankstellen suchen. Dort sind doch Preisabsprachen gang und gebe.
2. hm ...
Creedo! 01.06.2014
Zitat von sysopDPAKungeln kommt teuer: Allein die Lebensmittelindustrie musste nach SPIEGEL-Informationen seit 2004 rund eine Milliarde Euro an Kartellstrafen berappen. Von denen profitiert allerdings nicht der Verbraucher, sondern die Staatskasse. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lebensmittelindustrie-zahlt-milliardenstrafe-fuer-kartelle-a-972758.html
Die Strafen stehen doch sicherlich nicht im Verhältnis zum unredlichen Gewinn. Unterm Strich, also Zusatzertrag minus Strafe, machen die Konzerne doch ein Plus. Daher ist Nix gewonnen und die Konzerne machen munter weiter. Es lohnt sich ja.
3.
mustafa20 01.06.2014
Zitat von sysopDPAKungeln kommt teuer: Allein die Lebensmittelindustrie musste nach SPIEGEL-Informationen seit 2004 rund eine Milliarde Euro an Kartellstrafen berappen. Von denen profitiert allerdings nicht der Verbraucher, sondern die Staatskasse. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lebensmittelindustrie-zahlt-milliardenstrafe-fuer-kartelle-a-972758.html
Leider sind die Kartellämter nichts mehr, als ein weiterer staatlicher Raubzug und Missbrauch des Gewaltmonopols ... Denn "Preisabsprachen" sind auf dem Markt kontraproduktiv und kein Wettbewerber, der einen Weg gefunden hat die Ware billiger anzubieten und damit eine Dominanz aufzubauen, würde sich diese chance freiwillig nehmen lassen ...
4. Wen wundert das!?
HerbertVonbun 01.06.2014
Märkte sind so eine wundervolle, von Menschen gemachte Göttergabe, dass sie angebeten werden muss, egal wieviel Stuss, Nepperei, Übertölperei, Betrug und Korruption dabei anfällt. Ein Gleichgewicht der Märkte und der dort wirkenden Kräfte ist theoretisch wie praktisch nicht eingeplant und nicht gewollt. "Just american way of life!" Und ein Willkommen im Gruselkabinett des TTIP, dem Orwellschen Auswuchs der neoliberalen Markttheorie!
5. Typisch!
spaetzuender 01.06.2014
Der Verbraucher bezahlt die Nachteile, der Staat kassiert mit der Kartellstrafe die Vorteile. Alles in einem Wertestaat mit freier Marktwirtschaft.
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